Der deutsche Marineschiffbauer TKMS erfüllt eigenen Angaben zufolge nach der Abspaltung von der thyssenkrupp AG und dem erfolgreichen Börsenstart am 20. Oktober die MDAX-Kriterien der Deutschen Börse und soll in den zweitgrößten deutschen Index aufgenommen werden. Wie TKMS in einer Mitteilung schreibt, wird bei der Deutschen Börse die Indexzugehörigkeit gelisteter Unternehmen auf Basis der Marktkapitalisierung im Streubesitz ermittelt. Damit habe sich TKMS innerhalb weniger Wochen als eines der bedeutendsten Unternehmen Deutschlands etabliert. Die Indexzugehörigkeit wird den Angaben zufolge ab dem 22. Dezember effektiv.
Der MDAX-Aktienindex umfasst die 50 größten und liquidesten Unternehmen unterhalb des DAX, also jene, die nach den 40 im DAX gelisteten Konzernen kommen.
„Wir freuen uns sehr, so kurz nach unserem Debüt an der Deutschen Börse im MDAX aufgenommen zu werden. Das ist ein starkes Signal für unsere Investoren, unsere Kunden und Partner sowie unsere Mitarbeitenden“, erklärt Oliver Burkhard, CEO von TKMS. „Wir können langjährige Kundenbeziehungen vorweisen und haben ein Geschäftsmodell entwickelt, das uns auch in dynamischen Zeiten resilient aufstellt. Durch konsequenten Fokus auf unsere operative Leistungsfähigkeit haben wir TKMS in den letzten Jahren erheblich gestärkt.“
Der Einstieg in den MDAX bestätige TKMS‘ strategische Positionierung als maritimes Powerhouse – das einzige vollständig integrierte Systemhaus für maritime Verteidigung in Europa, heißt es in der Mitteilung. Mit einer Rekordauftragslage verfüge der Konzern über die finanzielle Stärke, gezielt in innovative Technologien und nachhaltiges Wachstum zu investieren.
Das Auftragsbuch von TKMS hat sich in den vergangenen fünf Jahren auf rund 18,6 Milliarden Euro (Stand 30. Juni 2025) verdreifacht. Mögliche Aufträge aus Kanada sowie laufende Vertragsverhandlungen mit Indien unterstreichen das zukünftige Wachstumspotenzial, heißt es. Auf Basis dieser Auftragslage geht TKMS von einer Verdopplung des Marktpotenzials für maritime Sicherheit bis Mitte der 2030er Jahre aus.
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