Northrop Grumman und MBDA wollen bei Luftverteidigung und Flugkörperabwehr zusammenarbeiten

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Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman und MBDA Deutschland haben am 18. November ein Memorandum of Understanding mit dem Ziel unterzeichnet, eine gemeinsame Lösung für die integrierte Luftverteidigung und Flugkörperabwehr Deutschlands zu prüfen. Wie MBDA in eine Mitteilung schreibt, verfügt Northrop Grumman mit dem Integrated Battle Command System (IBCS) für die Luftverteidigung und Flugkörperabwehr über umfangreiches Know-how im Bereich Command and Control. MBDA Deutschland könne diese Expertise mit der eigenen Erfahrung im Bereich Luftverteidigungssysteme, dem hochmodernen Netzwerksystem ARANEUS und einem etablierten Testzentrum für Luftverteidigung ergänzen.

Nach Angabe von Northrop Grumman wollen die beiden Unternehmen im Zuge mehrerer technischer Austauschformate und möglicher Demonstrationen untersuchen, wie sich ihre jeweiligen spezialisierten Verteidigungstechnologien gemeinsam nutzen lassen.

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Thomas Gottschild, MBDA Executive Group Director Strategy und Managing Director MBDA Deutschland, wird mit den Worten zitiert: „Das MoU ist für die industrielle Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland von großer Bedeutung. Wir evaluieren die Fähigkeiten und Stärken unserer Unternehmen, um mögliche integrierte Lösungen für die Luftverteidigungssysteme der deutschen Streitkräfte voranzutreiben. Unser Ziel ist es, die Luftverteidigung in Deutschland und den NATO-Partnernationen zu stärken, um gemeinsame Missionen zu ermöglichen.“

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Nach Aussage von Kenn Todorov, Vice President und General Manager, Command and Control and Weapons Integration bei Northrop Grumman, ist sein Unternehmen bestrebt, gemeinsam mit Industriepartnern innovative, souveräne Lösungen zu entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und Effektivität sowohl aktueller als auch zukünftiger integrierter Luftverteidigungs- und Flugkörperabwehrsysteme verbessern. „Ein Netzwerksystem in Deutschland und seinen europäischen Verbündeten, unterstützt durch fortschrittliche Command- and Control-Technologien wie IBCS, ist für die Abschreckung und Abwehr von Aggressionen von entscheidender Bedeutung. Diese Vernetzung wird durch gemeinsame Anstrengungen innerhalb der Verteidigungsindustrie weiter verbessert, wie beispielsweise durch die Möglichkeiten, die wir mit MBDA in Deutschland sondieren werden“, so Todorov.

ARANEUS, ein von MBDA in Deutschland entwickeltes Netzwerksystem der nächsten Generation, sei der nächste Evolutionsschritt zu einem etablierten Datentransportnetzwerk innerhalb der deutschen Luftverteidigungsstreitkräfte, heißt es in der Mitteilung. Die modulare, IP-basierte Netzwerklösung ermögliche eine einfache und zuverlässige Netzwerkadministration. ARANEUS werde bereits heute von den deutschen Streitkräften eingesetzt und ermögliche der deutschen Luftverteidigung, weitere Systeme einfach zu integrieren und gemeinsame Operationen im Bündnis mit NATO-Partnernationen durchzuführen.

IBCS ist ein Führungs- und Kontrollsystem für die Luftverteidigung, das aktuelle und zukünftige Systeme unabhängig von Quelle, Teilstreitkraft oder Einsatzbereich vereinen. Durch seine netzwerkgestützte, modulare, offene und skalierbare Architektur verbindet IBCS laut Hersteller Sensordaten zu einem einzigen, handlungsrelevanten Lagebild des gesamten Gefechtsfeldes.

IBCS befindet sich nach Angaben von Northrop Grumman in der Serienfertigung, ist derzeit in Polen im Einsatz und für die Einführung in Einsatzkommandos in Europa und im Indopazifik im Rahmen des offiziellen Modernisierungsprogramms der US-Armee für die integrierte Luft- und Raketenabwehr vorgesehen.
lah