Nachdem das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw vor wenigen Wochen das erste Exemplar des Seefernaufklärers P-8A Poseidon in den USA übernommen hat, ist jetzt die Genehmigung zur Nutzung erteilt worden. Damit darf die Marine das Flugzeug übernehmen und nach Deutschland zur Nutzung überführen, wie das BAAINBw auf seinem WhatsApp-Channel schreibt.
Der Genehmigung zur Nutzung sind Prüfungen hinsichtlich des Erfüllens aller vom Käufer formulierten Anforderungen sowie des sicheren Betriebs vorausgegangen. Großbritannien wird Deutschland bei der Einführung der Seefernaufklärer unterstützen, etwa durch gemeinsame Ausbildung und Übung, Wartung und Logistik und durch die temporäre Stationierung der Maschinen in im schottischen Lossiemouth, wie aus einer Mitteilung des BMVg hervorgeht.
Das Thema P-8A Poseidon habe im Fokus des Treffens zwischen Verteidigungsminister Boris Pistorius und seinem britischen Amtskollegen John Healey Mitte der Woche in Lossiemouth gestanden, heißt es in der Mitteilung.
Großbritannien sei ein zentraler strategischer Partner für Deutschland in Europa und der Welt. Gemeinsam führen die beiden Länder die Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG) und leisten selbst große finanzielle und militärische Beiträge zur Unterstützung des angegriffenen Landes. Beim European Long-Range Strike Approach (ELSA) entwickeln Deutschland und Großbritannien gemeinsam Präzisionswaffen für hohe Distanzen. Deutsche und britische Soldatinnen und Soldaten arbeiten dimensionsübergreifend eng zusammen.
Die vor einem Jahr, am 23. Oktober 2024, zwischen den Verteidigungsministerien Deutschlands und Großbritanniens gezeichnete Trinity-House-Vereinbarung hat die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit der beiden Länder laut BMVg auf ein neues Level gehoben.
Während gemeinsame Projekte in allen anderen Dimensionen kontinuierlich weiterentwickelt werden, möchten sich Deutschland und Großbritannien nun auch dem Bereich Cyber noch stärker widmen: „Wir befinden uns in einer neuen Ära der Bedrohung, und das erfordert eine neue Ära der Verteidigung“, so Healey. Unter dem Dach der Trinity-House-Vereinbarung planen die beiden Minister ein neues Leuchtturmprojekt: „Gemeinsam werden wir unsere Cyberresilienz und die Verteidigungsfähigkeit im digitalen Raum verbessern, mit Projekten zum Schutz unserer militärischen Netzwerke“, verkündete Pistorius in Lossiemouth.
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