K-Band: Rohde & Schwarz entwickelt schwer detektierbare Richtfunklösung für Nutzung in allen Dimensionen

Lars Hoffmann

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Das Thema Tarnfähigkeit oder Stealth wird bei Kampfflugzeugen aber auch anderen militärischen Teilnehmern immer wichtiger. Die Designer von modernen Jets zum Beispiel setzen deshalb auf einen möglichst geringen Radarquerschnitt und einer Reduzierung der elektromagnetischen Emissionen, um die Detektierbarkeit der Flugzeuge zu verringern. Als Musterbeispiel für diesen Ansatz gilt die F-35, die durch ihre Form und das Multifunction Advanced Data Link (MADL) für die gerichtete Kommunikation zwischen F-35 über herausstechende Eigenschaften verfügt.

In Deutschland arbeitet der Münchner Technologiekonzern Rohde & Schwarz an einer neuen Lösung für gerichtete Kommunikation. Nach Vorstellungen des Unternehmens soll damit eine Datenübertragung auch bei Geschwindigkeiten von mehr als Mach 1 möglich sein. Wie Andreas Domann, Vice President Future Combat Air System FCAS, im Gespräch mit hartpunkt erläuterte, wird bei dem Vorhaben gegenwärtig noch das C-Band genutzt. Demnächst werde jedoch im K-Band gearbeitet und sein Unternehmen werde eine hohe Summe in die Entwicklung stecken, sagte der Manager. Neben der geringen Detektierbarkeit biete die gerichtete Kommunikation überdies den Vorteil, dass sie kaum gestört werden könne, betonte Domann. Mit der Technologie seien Netzwerke und eine umfassende Connectivity in der Combat Cloud realisierbar.

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Wichtig dürfte die Technologie unter anderem für das Future Combat Air System (FCAS) werden. Bei diesem „System of Systems“ sollen Flugzeuge und Drohnen unterschiedlicher Kategorien und Generationen den Planungen zufolge miteinander vernetzt werden. Nach Aussage von Domann wird die gerichtete Kommunikation im K-Band perspektivisch deutlich leistungsfähiger sein als das heutige MADL. Der Rohde & Schwarz-Manager geht davon aus, dass sein Unternehmen beim neuen Produkt in zwei Jahren einen technologischen Reifegrad (TRL) von 9 erreichen kann.

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Bei gerichteter Kommunikation im C-Band gilt das im norwegischen Trondheim ansässige Unternehmen Radionor Communications als besonderes leistungsfähig. Rohde & Schwarz arbeitet bereits seit einigen Jahren mit Radionor zusammen und vertreibt auch ein Produkt für gerichtete Kommunikation der norwegischen Firma im C-Band in Märkten, zu denen die Deutschen besseren Zugang haben. Beide Frequenzbänder ermöglichen gerichtete Funkverbindungen und werden sich nach Einschätzung von Rohde & Schwarz ergänzen.

Lars Hoffmann