Das ist Sparta – Quantum Systems entwickelt Mutterschiff-Drohne

Waldemar Geiger

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Der deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems arbeitet eigenen Angaben zufolge an der Entwicklung einer Mutterschiff-Drohne mit dem Namen Sparta. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber hartpunkt erklärte, soll das in der Ukraine in Entwicklung befindliche System zum Jahresende die Serienreife erreichen. Er verwies zudem darauf, dass es sich bei dem aktuellen Design um einen Prototypen handelt, so dass einzelne Merkmale – wie beispielsweise das Landesystem – in der Serienkonfiguration angepasst werden könnten.

Bei Mutterschiff-Drohnen handelt es sich um unbemannte Systeme, die andere Drohnen transportieren, welche in der Luft starten können. Dadurch lässt sich beispielsweise die Reichweite der mitgeführten Systeme signifikant steigern. Auch die Reaktionszeit für Angriffe auf Boden- oder Luftziele kann verkürzt bzw. die Verweildauer im Operationsgebiet erhöht werden, da die Drohnen durch das Mutterschiff im Einsatzgebiet „vorstationiert“ werden können. Quantum Systems zufolge ist die Sparta so konfiguriert, dass die Drohne modulare Nutzlasten – bspw. andere Drohnen oder unterschiedliche Sensorik – aufnehmen kann, so dass auch der Einsatzzweck der Drohne variieren kann. Denkbar wäre somit nicht nur die Nutzung der Sparta als Mutterschiff-Drohne, sondern auch als Aufklärungsplattform mit einer für ihre Gewichtsklasse vergleichbar langen Stehzeit.

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Mit einem langen schmalen Rumpf und langen Flügeln erinnert das Design der Sparta an klassische Segelflieger. Zudem verfügt die Drohne über ein V-förmiges Heckleitwerk (nach oben gerichtet) und einen elektrischen Schubpropeller am Heck. Ziel ist es wohl, einen möglichst hohen Auftrieb für das Mitführen von Nutzlasten zu erzeugen und eine maximal mögliche Stehzeit in der Luft zu erzielen.

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Wohl auch aus diesem Grund wird auf die sonst für Quantum Systems übliche Senkrechtstart- und -landefähigkeit verzichtet. Im Gegensatz zur Vector, Twister und Reliant wird die Sparta mittels eines Katapults gestartet. Für die Landung führt die Drohne dem Unternehmenssprecher zufolge ein sogenanntes Deep-Stall-Landing-Manöver durch, dabei fliegt die Drohne sehr langsam in Bodennähe und führt eine kontrollierte Bauchlandung durch.

Die Flugleistung der Mutterschiff-Drohne wird seitens des Herstellers mit sechs bis acht Stunden angegeben. Der Einsatzradius beträgt 200 km. Das maximale Abfluggewicht des Systems samt Nutzlasten soll bei 23 kg liegen, wobei rund 8 kg davon für die Nutzlasten vorgesehen sind. Zur Aufnahme der Nutzlasten verfügt die Sparta über jeweils einen Aufnahmepunkt an jeder Flügelseite.

Jüngst veröffentlichte Videos des Unternehmens zeigen die Drohne im Rahmen der Flugerprobung. Dabei ist auch zu sehen, wie die Sparta zwei FPV-Drohnen im Flug aussetzt.

Waldemar Geiger