Das Pentagon hat das Schweizer Verteidigungsministerium VBS am 16. Juli darüber informiert, dass für die Unterstützung der Ukraine im Bereich der bodengestützten Luftverteidigung die Auslieferung der Patriot-Systeme neu priorisiert wird und die Schweiz deshalb erst Systeme aus späteren Produktionen erhält. Wie aus einer Mitteilung auf dem Internetportal der Regierung weiter hervorgeht, wollen die USA die Ukraine wieder stärker unterstützen, indem den Ländern, die nun Waffensysteme an die Ukraine abgeben, eine rasche Nachbeschaffung ermöglicht wird.
Deshalb haben die USA den Angaben zufolge beschlossen, die Auslieferung der Patriot-Systeme zur bodengestützten Luftverteidigung neu zu priorisieren. So habe sich etwa Deutschland entschieden, zwei weitere Patriot-Systeme an die Ukraine abzugeben.
Die Schweiz hatte im Jahr 2022 fünf Patriot-Systeme zur bodengestützten Luftverteidigung größerer Reichweite bestellt. Die Auslieferung sollte 2026 beginnen und 2028 abgeschlossen werden. Mit dem Entscheid, den die US-Regierung gemäß den üblichen Beschaffungsverträgen (Foreign Military Sales) fällen könne, werde die Schweiz erst spätere Produktionen der Systeme erhalten, heißt es. Wie viele Systeme und ob auch die Lieferung von Lenkwaffen betroffen sein werden, sei derzeit noch unklar. Zu den genauen Auswirkungen auf die Schweiz könne zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage gemacht werden.
Vor einem Jahr hatten die USA der Schweiz bereits mitgeteilt, dass die Patriot-Lenkwaffen in der Version PAC-3 MSE, die das Parlament 2023 im Nachgang der Bestellung der Waffensysteme beschlossen hatte, später als geplant an die Schweiz geliefert werden, um die Ukraine mit diesen Lenkwaffen unterstützen zu können.
Lars Hoffmann














