Unbemanntes Raketenartilleriesystem: Entwicklung der U.S. Army erreicht wichtigen Meilenstein

Kristóf Nagy

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Das ursprünglich als Autonomous Multi-Domain Launcher (AML) bezeichnete Raketenartilleriesystem wird zukünftig vom Rapid Capabilities and Critical Technologies Office (RCCTO) weitergeführt und hat damit einen großen Schritt Richtung einer möglichen Einführung gemacht. Dies gab die U.S. Army am 11. August in einer Mitteilung bekannt. Demnach wird das Projekt, mit dem zukünftig das M142 HIMARS-System ergänzt oder sogar abgelöst werden könnte, zukünftig unter der Bezeichnung Common Autonomous Multi-Domain Launcher (CAML) weitergeführt.

Das ursprüngliche AML-Programm wurde durch das U.S. Army Combat Capabilities Development Command’s Aviation & Missile Center and Ground Vehicle Systems Center seit dem Februar 2020 vorangetrieben, um die Fähigkeit der Raketenartillerie mit einem unbemannten Bodensystem (UGV) zu verbinden. Nach der Nachweisführung des Konzeptes durch den Umbau eines HIMARS-Werfers zu einem unbemannten System entwickelte das Development Command (DEVCOM) eine eigene autonome Trägerplattform. Das AML nicht nur ein Konzept, sondern auch ein mit den Einschränkungen eines Prototyps, nutzbares System darstellt, bewies das Fahrzeug bei der im indopazifischen Raum stattfindenden Übung Valiant Shield im Sommer 2024. Mit der Überführung in den Verantwortungsbereich des RCCTO kann laut der Mitteilung der Prototyp potenziell zur Serienreife entwickelt werden.

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Laut dem stellvertretenden Produktmanager des CAML-Systems ist es das Ziel, gleich zwei verschiedene Ausführungen des Fahrzeugs in der mittleren und schweren Gewichtskategorie auszuführen. Eine weitere Besonderheit sei zudem die Fähigkeit des autonomen und unbemannten Nachladens. Zudem soll die schwerere, als CAML-H bezeichnete Ausführung mit einem Leergewicht von 15 Tonnen in der Lage sein, neben dem Marschflugkörper Tomahawk Land Attack Missile auch den Flugabwehrlenkflugkörper Patriot Advanced Capabilities Three Missile Segment Enhancement Interceptor zu starten. Auch die leichte CAML-L Version soll mit AIM-9X- Lenkflugkörpern in der Lage sein, Luftziele zu bekämpfen.

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Das CAML-Projekt reiht sich somit in eine Vielzahl von unbemannten Bodensystem-Entwicklungen ein, mit denen das US-Heer, aber auch die Marieninfanterie das Gefecht der Zukunft potenziell zu führen gedenken. Diesen Ansätzen ist zumeist gemein, dass sie eine Lösung für die großen Distanzen des Indo-Pazifiks als Zone der zukünftigen Konflikte zu geben suchen, wenn es um Aspekte wie etwa Wirkreichweite, aber auch Logistik geht.

Kristóf Nagy