Ukraine möchte bis zu 150 Kampfflugzeuge Gripen E aus Schweden beschaffen

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Der schwedische Premierminister Ulf Kristersson und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben gestern eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Bereich der Luftwaffe unterzeichnet. Diese Absichtserklärung zwischen Schweden und der Ukraine sei der erste Schritt zu einem potenziell bedeutenden Exportgeschäft, heißt es in einer Mitteilung der schwedischen Regierung. Konkret geht es um die Lieferung von bis zu 150 Kampfflugzeugen des Typs JAS Gripen E an die Ukraine.

Der Mitteilung zufolge unterstützt Schweden den Aufbau der zukünftigen Luftwaffe der Ukraine. Diese neue bilaterale Zusammenarbeit umfasse den Austausch von Erfahrungen und Wissen über Luftkampf und Luftverteidigung sowie über den Einsatz fortschrittlicher Fähigkeiten in diesem Bereich, beispielsweise von Kampfflugzeugen.

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„Heute haben wir eine wichtige Absichtserklärung unterzeichnet, die einen Schritt in Richtung eines möglichen Großexports von Gripen-Kampfflugzeugen darstellt – wahrscheinlich zwischen 100 und 150 Stück –, um eine neue und sehr starke ukrainische Luftwaffe aufzubauen“, sagte Kristersson laut der Mitteilung.

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Die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen im Bereich Luftkampf und Luftverteidigung, von denen Schweden profitieren kann. Entsprechend verfügt Schweden über Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb fortschrittlicher Systeme wie JAS 39 Gripen.

Kristersson zufolge handelt es sich um eine langfristige industrielle Kooperation zwischen beiden Staaten. Die Absichtserklärung markiere den Start einer „langen Reise“, die zehn bis 15 Jahre in Anspruch nehme. Er geht davon aus, dass bis zur ersten Lieferung der Gripen E, von denen in dieser Woche das erste Exemplar an die schwedischen Streitkräfte übergeben wurde, etwa drei Jahre vergehen werden. Wie das Geld für die Flugzeuge beschafft werden soll, scheint noch nicht geklärt zu sein.

Man betrachte verschiedene Möglichkeiten einer langfristigen Finanzierung von Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine, sagte Kristersson bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. So werde am Donnerstag beim Europäischen Rat in Brüssel die Verwendung von eingefrorenen russischen Finanzmitteln diskutiert. Das sei wichtig. Auch wisse die Koalition der Willigen, dass eine starke Ukraine langfristig auch eine Sicherheitsgarantie für Europa darstelle.

Man wisse viel über die Gripen, da man die Maschine mit anderen Plattformen vergleichen könne, die man nutze, sagte Selenskyj bei der Pressekonferenz. Wen man strategisch auf die Luftflotte schaue, liege die Priorität bei Gripen, betonte er. Die Kampfflugzeuge gehörten zu den besten in der Welt, so der ukrainische Präsident. „Wir brauchen eine Entscheidung zu den eingefrorenen Finanzmitteln“, forderte Selenskyi. Er unterstrich, dass die Ukraine einen Mindestbedarf von 100 Gripen-Jets habe.
lah