Systematic liefert SitaWare Headquarters für Deutsch-Niederländisches Corps und setzt auf Agentic AI

Lars Hoffmann

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Das 1. Deutsch-Niederländische Corps (1. DEU/NLD Corps) hat sich für den Einsatz des Führungsinformationssystems SitaWare Headquarters von Systematic entschieden, um seine digitale Führungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Die Software stelle dem Corps ein gemeinsames Lagebild zur Verfügung und schaffe damit die Grundlage für synchronisierte Entscheidungsfindung innerhalb des Großverbands, schreibt Systematic in einer Mitteilung.

SitaWare Headquarters sei auf das Rahmennationenkonzept des 1. DEU/NLD Corps zugeschnitten: Deutschland und die Niederlande stellen die Führungsstruktur und die Kernprozesse, zehn weitere NATO-Verbündete stellen Personal. Das Corps muss der Mitteilung zufolge Daten aus einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme zusammenführen, um eine belastbare Lagebeurteilung aufrechtzuerhalten. SitaWare Headquarters integriere diese heterogenen Datenquellen in eine einheitliche operative Darstellung.

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Nach Angaben des Unternehmens sind KI-Algorithmen bereits fester Bestandteil der SitaWare Suite: vom KI-gestützten Werkzeugkasten zur Unterstützung von Stabsprozessen bis hin zum maschinellen Lernen für die Anomalieerkennung im maritimen Bereich.

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Gegenwärtig werde die KI-Nutzung durch die Entwicklung von sogenannten Agentic-AI-Fähigkeiten weiter ausgebaut. Agentic AI bietet nach Angaben von Systematic erhebliches Potenzial für Streitkräfte und kann Fähigkeiten in den Bereichen Entscheidungsfindung, Kommunikation und darüber hinaus stärken. Die Technologie befinde sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Die rasche Weiterentwicklung erfordere eine enge Zusammenarbeit zwischen Streitkräften und Industrie, so Systematic.

In Rahmen der militärischen Stabsarbeit könne Agentic AI mit einer Aufgabe betraut werden und identifiziere eigenständig, welche Agenten sie abfragen muss, welche Daten sie benötigt, wie sie eine Bewertung zusammenführt und was die Möglichkeiten des Handelns seien – ohne dass ein Mensch den Prozess im Einzelnen steuert, beschreibt Systematic den neuen Ansatz. „Der Mensch bleibt in der Entscheidungsschleife. Aber die Technologie kann bei Bedarf auch mit minimaler menschlicher Interaktion arbeiten“, erläutert Henrik Sommer, Director bei Systematic. Mit der Zeit lerne das System, welche Informationen es benötigt und wo es sie findet, ohne auf Anweisungen warten zu müssen.

Lars Hoffmann