Das deutsche Defence-Tech-Unternehmen STARK hat im Rahmen des NATO-Manövers REP(MUS) in Portugal erstmals zwei neue unbemannte Boote (Unmanned Surface Vehicles – USVs) mit den Modellbezeichnungen Vanta-4 und Vanta-6 vorgestellt. Wie STARK in einer Mitteilung schreibt, absolvierten die Boote dort täglich vielfältige Missionen, darunter den Begleitschutz hochwertiger Ziele, die Überwachung von Häfen, die Aufklärung verdächtiger Kontakte sowie nächtliche Patrouillen.
Die Einführung der Vanta-Systemfamilie erfolgt den Angaben zufolge in Kooperation mit dem britischen Schiffbauer JD Marine International. Damit stelle STARK den Bündnispartnern erstmals eine vollständig integrierte Hard- und Softwarelösung bereit, die eine schnelle Reaktion auf neue Bedrohungen ermögliche und zugleich eine skalierbare Serienproduktion unterstütze, heißt es in der Mitteilung.
Demzufolge sind die Systeme für eine kostengünstige Serienproduktion optimiert und ermöglichen Reichweiten von bis zu 900 Seemeilen. So können laut STARK größere Gruppen von mehreren Booten gleichzeitig eingesetzt und verschiedene Einsatzräume parallel abgedeckt werden. Auf diese Weise lassen sich laut STARK Bedrohungen dauerhaft überwachen, eine schnelle Reaktionsfähigkeit sicherstellen und zugleich die Risiken für das eingesetzte militärische Personal erheblich reduzieren.
Den Angaben von STARK zufolge zeichnen sich Vanta-4 (vier Meter Länge) und Vanta-6 (sechs Meter Länge) neben der großen Reichweite über ein hohe Seetüchtigkeit und eine Kombination aus elektrooptischen, infraroten und radargestützten Komponenten sowie den optionalen Einsatz elektronischer Kampfführung aus.
Durch die Integration von Minerva, der Führungssoftware von STARK, seien die Boote von Beginn an für komplexe, dimensionsübergreifende Einsatzszenarien ausgelegt, so das Unternehmen. Minerva gewährleiste die Interoperabilität mit Aufklärungs- und Wirksystemen und verschaffe der NATO damit die Fähigkeit zu nahtlosen, domänenübergreifenden Operationen zu Land, in der Luft und auf See.
„Werden Unterseekabel durchtrennt, steht der Zahlungsverkehr still. Werden Schifffahrtswege blockiert, steigen die Preise im Supermarkt. Das Meer ist nicht nur Teil unserer Sicherheit, es ist ihr Fundament. In diesem Bereich dürfen wir uns keine Verwundbarkeit leisten”, betont der Geschäftsführer von STARK International, Philip Lockwood.
STARK ist ein deutsches Defence-Tech-Unternehmen, das sich auf unbemannte Systeme in mehreren militärischen Dimensionen spezialisiert. Entstanden aus einem akuten Bedarf der ukrainischen Streitkräfte, entwickelt STARK nach eigenen Angaben innovative Systeme: KI-gestützt, softwarebasiert und skalierbar. STARK ist mit Standorten in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und der Ukraine international aufgestellt und hat seinen Hauptsitz in Berlin.
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