Die Agentur für Verteidigungsressourcen des litauischen Verteidigungsministeriums hat mit dem schwedischen Hersteller Saab Dynamics AB einen über 10 Jahre laufenden Rahmenvertrag für die Herstellung und Lieferung von schultergestützten Mehrzweckwaffen des Typs Carl Gustaf M4 sowie weiterer dazugehöriger Ausrüstung im Wert von bis zu 58 Millionen Euro geschlossen. Dies geht aus einer heutigen Mitteilung des litauischen Verteidigungsministeriums hervor.
Wie Saab in einer Pressemitteilung schreibt, werden in einem ersten Abruf Carl Gustaf M4, dazugehörige Feldtrainingsgeräte, deren Zubehörteile sowie Adapter für Kleinkaliber-Übungsmunition im Wert von umgerechnet rund 42 Millionen Euro geliefert. Der Zulauf der ersten Mehrzweckwaffen ist für das laufende Jahr vorgesehen.
„Neben dem Kauf von Waffen investieren wir auch in die litauische Verteidigungsindustrie, unsere Wirtschaft und unsere technologischen Kapazitäten. Wir haben einen Vertrag über industrielle Zusammenarbeit im Wert von rund 17 Millionen Euro mit „Saab Dynamics AB“ unterzeichnet“, wird Verteidigungsminister Robertas Kaunas, in der Mitteilung des litauischen Verteidigungsministeriums zitiert. „Die Zusammenarbeit wird zur Stärkung der nationalen Kompetenzen in den Bereichen Munitionslagerung, Logistik, technische Lösungen und Sicherheitstechnologien beitragen und den Ausbau der Kapazitäten der heimischen Verteidigungsindustrie fördern“, erklärt Kaunas weiter.
Die Carl Gustaf in den Versionen M2 und M3 zählt bereits seit den 1990er Jahren zur Ausstattung des litauischen Heeres. Die Variante M4 wurde erstmals im Jahr 2022 beschafft.
Die Carl Gustaf M4 ist die modernste Version der seit Jahrzehnten gefertigten Waffe und laut Herstellerangaben mit 6,6 kg Gewicht auch die leichteste Ausführung der Serie und wurde laut Hersteller an etwa ein Dutzend Nationen geliefert. Die M4 kann in Kombination mit den modernsten Feuerleitvisieren betrieben werden und kann für die Steigerung der Nachtkampffähigkeit Bildverstärker- oder Wärmebildgeräte als Zielhilfe aufnehmen.
Waldemar Geiger
















