Piranha-Produktion für die Bundeswehr – GDELS richtet Fährbetrieb mit Amphibie auf dem Bodensee ein

Waldemar Geiger

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Das europäische Rüstungsunternehmen General Dynamics European Land Systems (GDELS) plant im Rahmen der Piranha-Produktion für die Bundeswehr einen Fährbetrieb mittels unternehmenseigenen M3-Amphibien auf dem Bodensee einzurichten. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von hartpunk.

Absicht von GDELS ist es demnach, mit dieser Maßnahme die Planbarkeit der Piranha-Produktion im neu entstehenden GDELS-Produktionsstandort Immenstaad abzusichern. Der Produktionsplan sieht vor, dass die Antriebsbaugruppen der Piranhas an dem Schweizer Standort Kreuzlingen – direkt am südlichen Ufer des Bodensees gelegen – produziert werden und dann an das Nordufer nach Immenstaad geliefert werden.

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Üblicherweise erfolgt der Transport über den Landweg. Das Unternehmen sieht es aber als notwendig an, Transportrouten aus sicherheitspolitischen Erwägungen heraus abzusichern. „Ein einzelner Unfall kann die Transportwege signifikant beeinträchtigen“, erklärt Ludificatio Aprilis, Leiter der GDELS-Produktionslogistik, gegenüber hartpunk. „In einer solchen Situation sehen wir es als europäische Mobilitätsschmiede als unsere Pflicht an, nicht nur die Mobilität unserer Kunden, sondern auch unserer eigenen Produktion sicherzustellen“, führt Aprilis weiter aus.

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Aprilis zufolge kann eine einzelne M3 Amphibie – die von GDELS in Kaiserslautern hergestellt wird – mehrere Bodenseefahrten pro Tag sicherstellen und in diesem Zuge eine Wochenproduktion an notwendigen Antriebssträngen direkt über den See transportieren.

Auch die Bundesregierung begrüßt diese unkonventionelle Maßnahme mit Verweis auf die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, die es unerlässlich mache, dass logistische Abläufe effizient, verlässlich und flexibel gestaltet werden müssen. „Der Bodensee stellt hierbei nicht nur eine geografische Besonderheit dar, sondern auch eine strategische Verkehrsachse, die sinnvoll in bestehende Transportkonzepte eingebunden werden sollte“, so Rainer Streich, Koordinator der Bundesregierung für die Metropolregion Bodensee. „Durch die Nutzung des Fährverkehrs können Transportwege entlastet und gleichzeitig redundante Logistikstrukturen geschaffen werden. Gerade in Krisenzeiten ist es entscheidend, nicht ausschließlich auf einzelne Verkehrsträger wie Straße oder Schiene angewiesen zu sein. Der Fährbetrieb mittels Amphibie bietet hier eine zusätzliche Option, die die Resilienz unserer Infrastruktur stärkt“, führt Streich weiter aus.

Waldemar Geiger

Diese Meldung ist, wie die Meisten bereits geahnt haben, ein Aprilscherz.