Satellitenkommunikation: Kartellamt genehmigt Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und OHB

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Das Bundeskartellamt hat heute die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens der Rheinmetall Digital GmbH und der OHB SE zur Übernahme eines künftigen Beschaffungsauftrags der Bundeswehr genehmigt. Bei dem geplanten Projekt liege die Erweiterung der militärischen Satellitenkommunikation im Fokus, schreibt das Amt.

Es dürfte sich dabei um das Vorhaben SATCOMBw 4 handeln. Bei dem voraussichtlich über 10 Milliarden Euro teuren Vorhaben soll eine militärische LEO-Satellitenkonstellation aufgebaut werden. Ein Konsortium aus Airbus, OHB und Rheinmetall plant, bis 2029 eine Anfangsbefähigung von Satelliten zu erreichen, um die Echtzeitkommunikation auf dem Gefechtsfeld zu sichern. Dem Vernehmen nach bereiten die drei Firmen gerade ein Angebot vor.

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Wie das Kartellamt in der Mitteilung schreibt, ist Rheinmetall Digital ein Tochterunternehmen der Rheinmetall AG, Düsseldorf, und innerhalb des Konzerns für die Entwicklung, Integration und Bereitstellung digitaler Systeme zuständig. OHB ist ein Raumfahrt- und Technologieunternehmen und entwickelt Raumfahrtsysteme. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Bremen.  

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Das neu zu gründende Gemeinschaftsunternehmen soll dabei den Angaben zufolge als Systemintegrator und Hauptauftragnehmer dienen. OHB wolle das Weltraum- und das dazugehörige Bodensegment der Satelliten abdecken, wie z. B. die Produktion der Satelliten und die Errichtung der Bodenstationen. Rheinmetall Digital wolle das Nutzer- und Netzwerksegment verantworten, wie z. B. die Endnutzendenterminals.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, kommtentierte die Entscheidung: „Rheinmetall Digital und OHB sind in unterschiedlichen Bereichen tätig. Sie wollen ihre Kompetenzen bündeln, um gemeinsam ein Angebot in einer Arbeitsgemeinschaft abgeben zu können. Wettbewerbliche Bedenken gegen die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens bestehen nicht.“
lah