Das deutsch-britische Verteidigungsunternehmen Hypersonica, das Deep-Strike-Hyperschallsysteme für Europa und seine Verbündeten entwickelt, hat den Abschluss seiner Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen Euro bekannt gegeben. Die Runde werde gemeinsam von Lightspeed und General Catalyst angeführt, schreibt Hypersonica. Auch bestehende Investoren, darunter Plural und 201 Ventures, hätten sich den Angaben zufolge erneut beteiligt.
Mit der Series-B-Finanzierung werde Hypersonica die Entwicklung seiner Deep-Strike-Systeme weiter beschleunigen, die Testfrequenz erhöhen und seine Aktivitäten sowie die Reindustrialisierung in Europa vorantreiben, heißt es in der Mitteilung. Zugleich trage das neue Investment dazu bei, Hunderte hochqualifizierte Arbeitsplätze in Entwicklung und Produktion in Deutschland und Großbritannien zu schaffen.
Hypersonica hat sich laut Mitteilung zum Ziel gesetzt, bis 2029 Deep-Strike-Systeme im Hyperschallbereich zu entwickeln und eine breitere europäische Technologie- und Produktionsbasis auszubauen. Das Unternehmen entwickle, besitze und kontrolliere seine eigene Technologie und verfolge das Ziel, europäischen Verbündeten souveräne, ITAR-freie Fähigkeiten bereitzustellen.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, gingen europäische Regierungen zunehmend von der Diskussion über den Bedarf an weitreichenden Präzisionsschlagfähigkeiten zur Finanzierung konkreter Programme über. Der britische „Defence Investment Plan“ sehe demnach für das deutsch-britische Deep-Precision-Strike-Programm (DPS) unter dem Trinity-House-Abkommen zunächst rund 900 Millionen Euro (770 Millionen Pfund) über einen Zeitraum von vier Jahren vor. Eine im Juli angekündigte NATO-geführte multinationale Initiative umfasse darüber hinaus Investitionen von rund 43 Milliarden Euro (37 Milliarden Pfund) in DPS-Fähigkeiten über die kommenden zehn Jahre. Die Frage sei nun, welches Unternehmen eine glaubwürdige Abschreckung mit der Geschwindigkeit und zu den Kosten liefern könne, die europäische Regierungen benötigen.
Im Februar testete Hypersonica erfolgreich seinen Prototyp HS-1. Dabei wurden laut dem Unternehmen Geschwindigkeiten von über Mach 6 bei einer Reichweite von mehr als 300 Kilometern erreicht. Seitdem habe das Unternehmen sein Ingenieurteam erweitert, die Zusammenarbeit mit Regierungen intensiviert und seine Partnerschaften innerhalb der europäischen Verteidigungsindustrie ausgebaut.
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