Elbit liefert DIRCM-Selbstschutzsysteme für deutsche A400M

Waldemar Geiger

Anzeige

Der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems wurde von Airbus Defence and Space damit beauftragt, DIRCM-Selbstschutzsysteme (Directed Infrared Counter Measures) des Typs J-MUSIC für die Integration in die A400M-Transportflugzeuge der Luftwaffe herzustellen und zu liefern. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung von Elbit hervorgeht hat der Auftrag einen Gesamtwert von rund 260 Millionen US-Dollar. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, soll der Auftrag innerhalb der nächsten sechs Jahre ausgefüllt werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte die für die Ausrüstung von 23 A400M mit DIRCM-Selbstschutzsystemen benötigten Finanzmittel bereits am 4. Juni freigegeben. Daraufhin hatte das BAAINBw Airbus Defence and Space, als den Hersteller der A400M-Transportflugzeuge, mit der Einrüstung in die Flugzeuge im Rahmen geplanter Wartungen beauftragt.

Anzeige

Diese 23 Flugzeuge werden Airbus zufolge für taktische Einsätze genutzt, darunter medizinische Evakuierungsmissionen in Krisengebieten. Die Logistikvariante der A400M wird dagegen für Standardoperationen wie den Langstreckentransport von Truppen, schweren gepanzerten Fahrzeugen, Hubschraubern oder spezialisierten Tiefbaumaschinen eingesetzt.

Anzeige

Nach Angaben von Elbit Systems Deutschland kombiniert das DIRCM-System des Unternehmens fortschrittliche Lasertechnologie mit einer Wärmebildkamera mit hoher Bildrate und einem kleinen, hochdynamischen Spiegelrevolver. Die Systeme zeichnen sich laut Hersteller durch eine offene Architektur aus und lassen sich nahtlos in jeden Flugzeugtyp mit allen Arten von Raketenwarnsystemen und anderen Verteidigungsmitteln integrieren. Mit DIRCM-Selbstschutzsystemen (Directed InfraRed Counter Measures) werden Flugzeuge und ihre Besatzungen vor gegnerischen Lenkflugkörpern mit Infrarotsuchköpfen der neuesten Generation geschützt. Diese werden in der Regel von der Schulter abgefeuert (Man-Portable Air Defense Systems, MANPADS). DIRCM soll dabei in der Lage sein, eine anfliegende Rakete zu erfassen und deren Infrarot-Suchkopf mithilfe eines Laserstrahls zu stören.

Waldemar Geiger