Deutschland und die Ukraine bauen militärische Kooperation aus

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Die Ukraine und Deutschland haben heute im Rahmen der deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen eine Reihe von Vereinbarungen unterzeichnet, die auf die Stärkung der Luftverteidigung, die Entwicklung unbemannter Systeme und den Ausbau der Rüstungskooperation abzielen. Wie das BMVg in einer Mitteilung weiter ausführt, finanziert Deutschland zur weiteren Stärkung der Luftverteidigung einen Vertrag der Ukraine mit der Firma Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen – hier dürfte es sich mit ziemlicher Sicherheit um den Flugkörpertyp GEM-T handeln.

Darüber hinaus sei mit der Firma Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftverteidigungssysteme vereinbart worden. Auch dieses Vorhaben wird den Angaben zufolge von Deutschland finanziert und soll den Schutz kritischer Infrastrukturen und Städte verbessern. Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Federow auf der Plattform X zufolge, werden insgesamt 36 Iris-T-Startgeräte finanziert, mit denen Städte und kritische Infrastruktur geschützt werden soll.

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Zusätzlich haben Deutschland und die Ukraine im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite unter Einsatz fortschrittlicher Technologien vereinbart. Das Projekt umfasse die Gründung eines Joint Ventures mit dem Ziel der Lieferung von Tausenden von Drohnen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte.

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Weiter wird Deutschland die Ukraine bei der Finanzierung sogenannter Deep-Strike-Fähigkeiten unterstützen. Laut BMVg gehört dazu eine Investition in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro.

Schließlich haben Deutschland und die Ukraine eine Vereinbarung über den Austausch von Gefechtsfelddaten zwischen ihren Verteidigungsministerien unterzeichnet. Diese eröffne eine neue Ebene der Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungstechnologie. Hierzu gehören den Angaben zufolge insbesondere die Analyse des Einsatzes deutscher Waffensysteme, darunter der Panzerhaubitze 2000, der Radhaubitze RCH 155 und des Luftverteidigungssystems Iris-T sowie der Austausch von ukrainischem Fachwissen und Gefechtsfelddaten, einschließlich digitaler Systeme wie Avengers, DELTA und anderer Lösungen.

Die Kooperation trage zum Aufbau von industriellen Kapazitäten und technologischer Innovation in Deutschland bei, wodurch die Versorgungssicherheit der Bundeswehr erhöht werde, schreibt das BMVg.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat Deutschland nach eigenen Angaben für die Ukraine bilateral zivile Unterstützung in Höhe von rund 39 Milliarden Euro geleistet. Im militärischen Bereich seien es rund 55 Milliarden Euro. Insgesamt wird Deutschland der Ukraine in diesem Jahr 11,5 Milliarden Euro für ihren Abwehrkampf zur Verfügung stellen und ist damit zugleich 2026 stärkster Unterstützer der Ukraine.
lah