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Beschaffung von 169 H160-Hubschraubern beginnt

Die französische Generaldirektion für Rüstung (DGA) hat mit Airbus Helicopters einen Vertrag über die Entwicklung und Beschaffung des H160M im Rahmen des Programms leichte Hubschrauber (Hélicoptère Interarmées Léger, HIL) unterzeichnet. Dies teilte das Unternehmen soeben mit.

Der Vertrag umfasst demnach die Entwicklung mehrerer Prototypen und die Lieferung einer ersten Serie von 30 Hubschraubern, 21 für das Heer, acht für die Marine und einen für die Luftwaffe. Die französischen Streitkräfte planen aber offenbar insgesamt 169 Hubschrauber des Typs H160M oder Guépard, wie er in den französischen Streitkräften genannt wird, zu beschaffen. Der Auslieferungsbeginn ist für 2027, zunächst für die französischen Landstreitkräfte, vorgesehen.

Der H160M basiert auf der zivilen Version des Hubschraubers. Die H160 ist ein zweimotoriger Hubschrauber der nächsten Generation in der 6-Tonnen-Klasse und wird von zwei Safran Arrano-Triebwerken (je 738 kW Dauerleistung) angetrieben. Das modulare Konzept ermöglicht die einsatzspezifische Ausstattung für z.B. Offshore-Transport, Privat- und Geschäftsluftfahrt, medizinische Notfalldienste und öffentliche Dienste.

Schon vor längerem war angekündigt worden, dass die ebenfalls modulare militärische Version H160M Guépard im Rahmen des gemeinsamen Programms HIL fünf Hubschraubertypen (Heer: Gazelle; Marine: Alouette III, Dauphin und Panther; Luftwaffe: Fennec) in den französischen Streitkräften ersetzen soll, die zum Teil bereits seit mehreren Jahrzehnten im Einsatz sind. Für das Heer seien 80 Hubschrauber, für die Marine 49 und die Luftwaffe 40 Maschinen vorgesehen, hieß es seinerzeit.

Das Aufgabenspektrum im französischen Heer umfasst bewaffnete Aufklärung, Feuerunterstützung, Infiltration von Spezialkräften und medizinischen Evakuierung. Die Marine will den Hubschrauber für Schiffsabwehr-, Seestreitkräfte-, Aufklärungs- und Seenotrettungsmissionen einsetzen. Einsatzoptionen der Luftwaffe sind Luftraumschutz, Such- und Rettungseinsätze, Aufklärungsmissionen und Vordringen in die Tiefe.

Der Vorentwicklungsvertrag mit Airbus Helicopters und Safran Helicopter Engines ist bereits im Dezember 2019 abgeschlossen worden. Darin waren Anpassungen der Avionik (Thales FlytX), der Sensorausstattung (z.B. EuroFLIR 410 und Thales tactical radar) und der Kabine an die militärischen Forderungen vorgesehen.
lah/12/22.12.2021

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