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Baltische Staaten erhalten stärkere Rückversicherung

Die NATO hat auf ihrem Gipfeltreffen in Warschau am Wochenende die Verteidigungsposition der  baltischen Staaten und Polen weiter gestärkt. So ist geplant, vier multinational zusammengesetzte Bataillone, von denen je eins einem Land zugeordnet wird, aufzustellen. Deutschland wird dabei die Führung des für Litauen vorgesehenen Bataillons übernehmen. Darüber hinaus werden sich an dieser Einheit mit etwa 1.000 Soldaten, deren Aufbau im ersten Halbjahr 2017 starten soll, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Norwegen beteiligen, wie das litauische Verteidigungsministerium mitteilte.

NATO-Angaben zufolge soll Kanada als Lead Nation für das Bataillon in Lettland fungieren, während Großbritannien die Führung für das Bataillon  in Estland übernehmen wird und die USA diese Rolle für ein Bataillon in Polen innehat. Laut dem polnischen Verteidigungsministerium werden die vier Bataillone von einem neu aufzustellenden Divisionskommando in Polen geführt.

Die NATO will überdies die Präsenz in Rumänien und Bulgarien ausbauen und eine von Rumänien geleitete internationale Brigade etablieren. Außerdem soll die so genannte Airborne Early Warning and Control Force (AWACS) des Bündnisses modernisiert werden und bis 2035 im Dienst bleiben. AWACS-Flieger werden den Plänen zufolge auch ab Herbst im Kampf gegen die Terrororganisation IS eingesetzt.
lah/12/11.7.2016