Ostdeutsche auch in der gesamten Bundeswehr „überrepräsentiert“

Waldemar Geiger

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Obwohl nur etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung in ostdeutschen Bundesländern geboren wurden, stammen 27 Prozent der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr aus Ostdeutschland. Bei den Berufssoldaten liegt der Anteil sogar bei 34 Prozent. Wie aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleinen Anfrage der Fraktion „Die Linke“ mit der Überschrift „Ostdeutsche in der Bundeswehr“ hervorgeht, dienten zum Stichtag 1. August 2026 insgesamt 50.691 Soldatinnen und Soldaten ostdeutscher Herkunft in der Bundeswehr. Die Gesamtpersonalstärke der Streitkräfte betrug im August betrug früheren Angaben der Bundeswehr zufolge 186.356 Soldatinnen und Soldaten.

Von den 50.691 Soldatinnen und Soldaten ostdeutscher Herkunft waren 34 Prozent der Statusgruppe Berufssoldaten, 26 Prozent den Soldaten auf Zeit und 25 Prozent den Freiwillig Wehrdienst Leistenden (FWDL) zuzurechnen.

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Aufgeschlüsselt nach den Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine ergibt sich nach Angaben der Bundesregierung folgende Verteilung:

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 DienstgradgruppeAnzahlAnteil in Prozent
HeerGenerale12
Majore, Oberstleutnante und Oberste83635
Leutnante, Oberleutnante, Hauptleute und Stabshauptleute1.30527
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere mit Portepee5.44534
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere ohne Portepee2.68129
Mannschaften7.71927
 DienstgradgruppeAnzahlAnteil in Prozent
LuftwaffeGenerale14
Majore, Oberstleutnante und Oberste42122
Leutnante, Oberleutnante, Hauptleute und Stabshauptleute96723
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere mit Portepee3.15128
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere ohne Portepee1.04526
Mannschaften1.17520
 DienstgradgruppeAnzahlAnteil in Prozent
MarineAdmirale00
Korvettenkapitän, Fregattenkapitän und Kapitän zur See25328
Leutnante zur See, Oberleutnante zur See, Kapitänleutnante und Stabskapitänleutnante73732
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere mit Portepee1.93937
Unteroffizierinnen und Unteroffiziere ohne Portepee77426
Mannschaften97225

Da Die Linke nicht nach der Verteilung innerhalb des Cyber- und Informationsraums (CIR) sowie des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr gefragt hat, zu dem unter anderem zahlreiche Unterstützungskräfte und der Sanitätsdienst gehören, liefern die Antworten der Bundesregierung kein vollständiges Bild über die gesamte Bundeswehr. Vollständige Angaben liegen wie eingangs aufgeführt nur zur Gesamtzahl der Soldatinnen und Soldaten ostdeutscher Herkunft, aufgeschlüsselt nach Berufs- und Zeitsoldaten sowie FWDL, vor.

Ob Die Linke an den Daten zum CIR und zum Unterstützungsbereich nicht interessiert war oder ob die Bundestagsfraktion keine Kenntnis über deren Existenz hatte, geht aus der Anfrage nicht hervor.

Waldemar Geiger