Die DEUTZ AG und ARX Robotics haben die ersten bei DEUTZ in Ulm in Serie gefertigten unbemannten Bodensysteme (Unmanned Ground Vehicle; UGV) des Typs Gereon an die Ukraine ausgeliefert. Wie aus einer heutigen Mitteilung der Unternehmen hervorgeht, erfolgte die Auslieferung des ersten Loses der für die ukrainischen Streitkräfte bestimmten UGV innerhalb von zwölf Wochen nach angekündigtem Produktionshochlauf.
Das ausgelieferte Los ist Teil eines größeren Produktionsvolumens, das ARX Robotics und DEUTZ im Rahmen ihrer Zusammenarbeit in den nächsten Monaten schrittweise hochfahren werden. ARX Robotics hatte im Mai bekanntgegeben, dass das Unternehmen mit der Lieferung mehrerer hundert zusätzlicher UGV des Typs Gereon an die Ukraine beauftragt wurde.
Bei dem Gereon handelt es sich um ein batterieelektrisch angetriebenes UGV. Abhängig von der Kommunikationsausstattung und dem Gelände kann das System über eine Entfernung von bis zu 5 Kilometern via Radio ferngesteuert oder teilautonom betrieben werden. Bei Abstützung auf eine Satelliten- oder LTE/5G-Verbindung kann die Reichweite um ein Vielfaches vergrößert werden. Die Nutzlast des Systems wird mit bis zu 500 kg angegeben, die Reichweite pro Ladung mit 40 km, wobei die Ausdauer im Stand-by-Betrieb 72 h betragen soll.
DEUTZ und ARX Robotics haben dafür Anfang Juli den Aufbau einer Serienproduktion für die von ARX entwickelten UGV angekündigt. Mit dem Ausbau der GEREON-Produktion wollen die beiden Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf den weltweit gestiegenen UGV-Bedarf reagieren und so zusätzliche industrielle Kapazitäten schaffen, um unbemannte Systeme in großer Stückzahl verfügbar machen zu können.
Wie es in der Mitteilung heißt, verbindet die Zusammenarbeit die Systementwicklung, Software- und Integrationsexpertise von ARX Robotics mit der Fertigungskompetenz und den industriellen Produktionskapazitäten von DEUTZ. „Die kurze Zeitspanne bis zur ersten Auslieferung zeigt, wie sich die Technologie- und Systemexpertise eines Defence-Tech-Unternehmens mit der Produktionsstärke eines etablierten Industriepartners verbinden lassen, um einsatzfähige Systeme schnell und in größerer Stückzahl bereitzustellen“, schreiben die Unternehmen.
„Mit der Auslieferung der ersten GEREON-Systeme beweisen wir in unserem Werk in Ulm unsere Fähigkeit, komplexe Produkte schnell und zuverlässig in Serie zu fertigen“, sagt Marco Herre, CEO der Business Unit Defense bei DEUTZ, laut Mitteilung.
„Europas Streitkräfte benötigen in kürzester Zeit tausende unbemannte Landsysteme, um in einem modernen Bedrohungsszenario bestehen zu können. Europa verfügt über technologische Innovationskraft und eine starke industrielle Basis. Die entscheidende Frage ist, wie schnell wir neue Technologien aus der Entwicklung in die Produktion und schließlich in den militärischen Einsatz bringen“, ergänzt Marc Wietfeld, Mitgründer und CEO von ARX Robotics. „Gemeinsam mit DEUTZ zeigen wir bei GEREON, wie sich dringend benötigte Systeme in kurzer Zeit skalieren lassen. Damit bauen wir die notwendigen Kapazitäten für moderne Landstreitkräfte auf und stärken langfristig Europas Souveränität und Verteidigungsfähigkeit.“
Waldemar Geiger
















