Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages am 8. Juli die entsprechende 25-Mio-Vorlage gebilligt hat, wurde Hensoldt vom Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw mit der Lieferung von Ausstattungssätzen „Joint Fire Support Team abgesessen“ an die Bundeswehr beauftragt. Dies geht aus einer heutigen Mitteilung von Hensoldt hervor.
Wie hartpunkt bereits Anfang Juli mit Verweis auf gut unterrichtete Kreise berichtete, hat der Haushaltsausschuss dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung für die Lieferung von insgesamt über 300 Ausstattungen Joint Fire Support Team abgesessen (JFST abges) im Gesamtwert von über 750 Millionen Euro zugestimmt, von denen in einem ersten Schritt 50 Ausstattungen im Wert von etwas mehr als 100 Millionen Euro fest beauftragt werden sollten. Der Zulauf der Ausstattungen soll in den Jahren 2028 und 2029 erfolgen.
Im Rahmen des Vorhabens Joint Fire Support Team abgesessen beabsichtigt die Bundeswehr, die für den Einsatz von Wirkmitteln der „Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung“ (STF) zuständigen Feuerunterstützungsteams mit moderner Aufklärungs-, Kommunikations- sowie Zielortungs- und Zielmarkierungsausrüstung für den infanteristischen Einsatz auszustatten.
Wie Hensoldt in einer heutigen Mitteilung schreibt, verantwortet das Unternehmen als Generalunternehmer bei dem Vorhaben neben der materiellen Beschaffung der Joint Fire Support Teams sowohl die vollständige Integrationsleistung als auch die Entwicklung des Software-Anteils für Digitally aided Close Air Support (DaCAS). Diese Software soll die digitale Anbindung zwischen dem Beobachter am Boden und dem Luftfahrzeug sicherstellen. Dazu gehört auch die Anbindung eines Video-Downlink-Systems, das die Übertragung von Videodaten vom Luftfahrzeug an das Joint Fire Support Team sicherstellt. Um das bodengebundene, indirekte Feuer anfordern zu können, wird Hensoldt zufolge die Software „Artillerie-, Daten-, Lage- und Einsatz-Rechnerverbund III (ADLER III) vollständig in das JFST abgesessen integriert.
Joint Fire Support Teams gibt es in den Feuerunterstützungszügen der Artillerie und Infanterie. Die Team setzen sich jeweils aus sechs Soldaten (zwei Offiziere, zwei Feldwebel und zwei Mannschaftssoldaten), organisiert in einem Boden/Boden- und in einem Luft/Boden-Trupp, zusammen. Vergleichbare Fähigkeiten werden auch in den infanteristischen Verbänden der Luftwaffe und der Marine aufgebaut.
Weitere Ausstattungsmerkmale sind Hensoldt zufolge moderne Kommunikationsmittel und intelligente Energieversorgungs- und Vernetzungs-Lösungen. „Ebenso werden entsprechende elektro-optische Sensoren zur Zielvermessung sowie Laserzielmarkierer eingebunden. Nicht zuletzt gehörten auch die feldtaugliche Gestaltung des Tragesystems für die Aufnahme der Systemkomponenten im Hinblick auf Gewichtsverteilung, Kabelführung und deren ergonomisch optimale Anordnung zur Spezifikation des JFST abgesessen“, schreibt das Unternehmen in der heutigen Mitteilung.
Waldemar Geiger














