Joint Fire Support Team abgesessen – Bundestag bewilligt Vorhaben zur Beschaffung von JFST- Ausstattungssätzen

Waldemar Geiger

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Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die 25-Mio-Vorlage für den Abschluss einer Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von Ausstattungssätzen „Joint Fire Support Team abgesessen“ gebilligt. Gut informierten Kreisen zufolge wurden etwas mehr als 100 Millionen Euro freigegeben, mit denen mehr als 50 Ausstattungen fest beauftragt werden können. Der Zulauf der Ausstattungen soll in den Jahren 2028 und 2029 erfolgen.

Der Gesamtumfang der Rahmenvereinbarung soll sich dem Vernehmen nach auf über 750 Millionen Euro belaufen und die Möglichkeit zum Abruf von fast 300 weiteren Ausstattungen beinhalten. Als Generalunternehmer für das Vorhaben Joint Fire Support Team abgesessen (JFST abges) fungiert die Hensoldt-Tochter ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH.

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Im Rahmen des Vorhabens Joint Fire Support Team abgesessen beabsichtigt die Bundeswehr, die für den Einsatz von Wirkmitteln der „Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung“ (STF) zuständigen Feuerunterstützungsteams mit moderner Aufklärungs-, Kommunikations- sowie Zielortungs- und Zielmarkierungsausrüstung für den infanteristischen Einsatz auszustatten. Joint Fire Support Teams gibt es in den Feuerunterstützungszügen der Artillerie und Infanterie. Die Team setzen sich jeweils aus sechs Soldaten (zwei Offiziere, zwei Feldwebel und zwei Mannschaftssoldaten), organisiert in einem Boden/Boden- und in einem Luft/Boden-Trupp, zusammen. Vergleichbare Fähigkeiten werden auch in den infanteristischen Verbänden der Luftwaffe und der Marine aufgebaut.

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Zu den Aufgaben der Joint Fire Support Teams zählt unter anderem das Lenken von Steilfeuer und seegestützter Wirkmittel sowie der Einsatz von luftgestützten Wirkmitteln mittels der Einsatzverfahren Close Air Support (CAS) und Close Combat Attack (CCA) sowie die Wirkungsanalyse.

Das Vorhaben JFST abges wurde Ende der 2010er Jahre begonnen und führt alle taktischen und materiellen Forderungen für den plattformungebundenen Einsatz der Joint Fire Support Teams in einem Projekt zusammen. In den vergangenen Jahren erfolgte die sogenannte Integrierte Nachweisführung der Systeme, inklusive der taktischen Erprobung durch die Truppe.

Neben der Ausstattung der Teams mit leistungsfähiger Optronik und unterschiedlichen Kommunikationsmitteln, einschließlich Funkgeräten zur Kommunikation mit eigenen sowie verbündeten Luftfahrzeugen (dafür sind US-Funkgeräte im Staz enthalten), steht insbesondere die Digitalisierung des Feuerunterstützungsprozesses im Fokus des Vorhabens. Mit dem System ausgerüstete JFSTs soll es zukünftig möglich sein, Boden- sowie Luftwirkmittel per Sprach- und Datenfunk abrufen zu können. Zudem ist auch die Ausstattung der Teams mit einem Video-Downlink-Empfänger vorgesehen, der den Zugriff der Teams auf den Video-Feed der von den Kampfflugzeugen mitgeführten Aufklärungspods erlaubt.

Waldemar Geiger