Hexonia mit der Lieferung von bis zu 1,4 Millionen neuen Gefechtshelmen an die Bundeswehr beauftragt

Waldemar Geiger

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Der im nordrhein-westfälischen Nettetal beheimatete Spezialist für Bekleidung und persönliche Ausrüstung Hexonia wurde eigenen Angaben zufolge von der Bw Bekleidungsmanagement GmbH (BwBM) mit der Lieferung des neuen Gefechtshelmes für die deutschen Streitkräfte beauftragt. Dies teilt das Unternehmen heute in einer Mitteilung mit.

Wie es in der Mitteilung zudem heißt, wird der „fortschrittliche und bedarfsgerechte“ Helm ausschließlich am Firmenstandort in Nettetal sowie am NFM Group-Standort in Lębork (Polen) produziert. hartpunkt berichtete bereits am 22. Juni, dass der Zuschlag für die Helmausschreibung der Bundeswehr an Hexonia gehen soll. Gut informierten Kreisen zufolge wurde eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von bis zu 1,4 Millionen neuen Gefechtshelmen geschlossen. Etwa 700.000 davon als Mindestabrufmenge. Geliefert werden die Helme in den Varianten High Cut und Low Cut.

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Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem neuen Helm um eine weiterentwickelte Variante des Trivium-Helmschutzsystems von Hexonia handeln. Die Vorgängerversion des Trivium-Gefechtshelmes von Hexonia wurde durch die Spezialkräfte der Bundeswehr beschafft. Darüber hinaus ist der Helmtyp Bestandteil des Soldatensystems „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System VJTF +“ (IdZ-ES VJTF +).

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Hexonia begann der Mitteilung zufolge 2020 mit der Entwicklung von Gefechtshelmen, mit denen ab 2022 die Spezialkräfte der Bundeswehr ausgerüstet wurden. Mit der Entwicklungskompetenz der vergangenen Jahre sowie umfangreichen Investitionen in neuste Fertigungstechnologien ist es dem Unternehmen nach eigenen Angaben gelungen, einen modernen Helm zu entwickeln, der auf den aktuellen Bedarf und die Spezifikationen der Bundeswehr zugeschnitten ist.

„Der Helm aus ultraleichtem hochfestem Polyethylen bietet ballistischen Schutz vor Splittern und Pistolenmunition. Das niedrige Eigengewicht seiner Kalotte sowie die individuell durch den Nutzer anpassbare Innenausstattung mit Pads Polsterungen, Kopfband und Kinnriemen erzeugen einen hohen Tragekomfort und sorgen für einen stabilen Sitz auch beim Einsatz von zusätzlichem Equipment“, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung.

Dennis Rechenberger, Director Business Development bei Hexonia, wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Sich in einer Ausschreibung in der Größenordnung gegen starke Konkurrenten am Marktdurchzusetzen, ist für uns alle ein großer Erfolg. Besonders stolz sind wir darauf, dass bei der Vergabe die Nutzerbewertung einen besonderen Ausschlag gegeben hat. Das bestärkt uns in unserem Bestreben, nah am Kunden zu sein und passende Losungen verfügbar zu machen.“

„Für uns als Unternehmen, aber auch für den Wirtschaftsstandort hat der Auftrag eine enorm große Bedeutung. Dadurch können wir weiter umfangreich in eigene Anlagen und Ressourcen investieren. Indem wir einen Großteil der Fertigung und die gesamte Instandsetzung bei uns in Nettetal vornehmen, erhalten und schaffen wir sichere Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass die Verteidigungsinvestitionen der Bundesregierung als Wertschöpfung im Inland bleiben“, ergänzt Sabine Albert, Geschäftsführerin der Hexonia GmbH.

Waldemar Geiger