Das israelische Unternehmen Esh-Tech hat angekündigt, im Rahmen der Eurosatory in Paris ein als DroneLight bezeichnetes und auf Basis der Pulslasertechnologie wirkendes Drohnenabwehrsystem zeigen zu wollen, welches auf der ACSV-Plattform des norddeutschen Panzerbauers FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) integriert ist.
Bei DroneLight handelt es sich nach Angaben des Herstellers um ein „Hard-Kill“-System mit gepulstem Laser, welches Bodentruppen einen schnellen, kostengünstigen und mobilen Schutz vor Drohnen bieten soll. Wie es in einer Mitteilung von Esh-Tech heißt, durchläuft das Drohnenabwehrsystem derzeit weltweit mehrere Kundenevaluationen. „DroneLight wurde entwickelt, um einer Vielzahl von Bedrohungen aus der Luft zu begegnen, darunter auch mit Sprengstoff beladene Drohnen, die in aktuellen Einsatzumgebungen zu einer der dringlichsten und am häufigsten auftretenden Herausforderungen geworden sind“, schreibt das Unternehmen.
Wie es in der Mitteilung weiter heißt, verfügt das System über eine neuratige Pulslaserarchitektur, die kurze, hochintensive Impulse nutzt, um durch einen Bohr-Effekt Material physisch vom Ziel zu entfernen, was eine Bekämpfung von Drohnen innerhalb von 1–2 Sekunden ermöglicht – im Vergleich zu mehr als 15 Sekunden bei herkömmlichen Lasersystemen, die mit kontinuierlichen Wellen arbeiten.
Der angegebene Energieverbrauch von etwa 4 kW soll deutlich unter den von anderen Systemen liegen, die 20 kW oder mehr benötigten. DroneLight kann daher nach Angaben des Herstellers effizient über Fahrzeugstromquellen betrieben werden, wodurch es auch für den mobilen Betrieb auf Gefechtsfahrzeugen geeignet ist, ohne dass eine schwere spezielle Strominfrastruktur erforderlich ist. „Das System unterstützt Einsatzraten von bis zu 5 Hz, was etwa 30 Neutralisierungen pro Minute entspricht, und ist damit äußerst effektiv gegen Drohnenschwarm-Szenarien“, heißt es in der Mitteilung. Sein schmales Sichtfeld, das Fehlen von Nebenkeulen (Energieablenkung in andere Richtungen) und die extrem kurze Verweildauer sollen das Systems besonders geeignet für den Einsatz in urbanen Räumen machen, in denen Präzision und ein geringes Kollateralschadenrisiko entscheidend sind.
DroneLight wird dem Hersteller zufolge nur durch eine Person bedient, verfügt über ein über ein automatisches Verfolgungssystem sowie synchronisierte Pulsmodule, um eine konsistente Leistung unter realen Einsatzbedingungen zu gewährleisten, und kann eine effektive 360-Grad-Schutzglocke vor Drohnenangriffen mit einem Radius von 1 km um das System aufbauen.
„Durch die Kombination von leistungsstarker gepulster Laserleistung, geringem Energiebedarf, schneller Reaktionszeit und Erschwinglichkeit – bei etwa 25 Prozent der Kosten herkömmlicher Lasersysteme mit kontinuierlicher Welle – setzt DroneLight einen neuen Standard für den taktischen Drohnenschutz und ermöglicht es Streitkräften, eine deutlich größere Anzahl von Einheiten mit effektiven laserbasierten Verteidigungsfähigkeiten auszustatten“, schreibt das Unternehmen.
Gezeigt wird das DroneLight Counter UAS Modul integriert auf dem gepanzerten Mehrzweckkampfunterstützungsfahrzeug ACSV von FFG. Das am Heck befindliche „Ladebett“ erlaubt die schnelle Integration unterschiedlicher Missionsmodule mit einem Gesamtgewicht von bis zu 8 Tonnen. Die Integration erfolgt über standardisierte ISO-Container-Schnittstellen, die dem Fahrzeug die Aufnahme eines Containers mit 10 Fuß Länge ermöglichen.
Waldemar Geiger


















