Am 2. Juni hat der schwedische Rüstungskonzern Saab im Rahmen eines Rollout am schwedischen Standort Linköping den ersten Kampfjet des Typs Gripen F für die brasilianische Luftwaffe vorgestellt.
Beim Gripen F handelt es sich um die zweisitzige Variante der Gripen-E-Serie, wie Saab in einer Mitteilung schreibt. Der Gripen F sei entwickelt worden, um den Ausbildungs- und Einsatzanforderungen moderner Luftstreitkräfte gerecht zu werden, indem er Umschulung und Kampffähigkeit auf derselben Plattform vereine.
Als Erstkunde spielte Brasilien eine aktive Rolle bei der gemeinsamen Entwicklung der zweisitzigen Variante und ermöglichte so eine direkte industrielle Beteiligung sowie eine langfristige Zusammenarbeit, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Im Rahmen eines umfangreichen Technologietransferprogramms habe Brasilien Hunderte von Ingenieuren und Technikern ausgebildet und gleichzeitig die eigene Design- und Entwicklungskompetenz gestärkt.
Das vollständig unabhängige zweite Cockpit des Gripen F ermöglicht laut Mitteilung von Ausbildern geleitete Einsätze in einem voll einsatzfähigen Kampfflugzeug, wodurch Pilotenanwärter realistische Live-Einsatzbedingungen erleben. Dadurch lassen sich den Angaben von Saab zufolge die Umschulung und die Vorbereitungsausbildung von Piloten im Vergleich zu herkömmlichen Zeiten drastisch beschleunigen. Vor der endgültigen Auslieferung an die brasilianische Luftwaffe werde das Flugzeug an das Flugtestzentrum von Saab in Schweden überführt, wo es eine spezielle Flugtestkampagne durchlaufen solle.
Der Vertrag mit der brasilianischen Regierung aus dem Jahr 2014 umfasst die Entwicklung und Produktion von 36 Kampfflugzeugen: 28 Gripen E und acht Gripen F. Die Auslieferungen begannen im Jahr 2020, und bis heute wurden 11 Flugzeuge übergeben. Saab hat zudem Gripen-F-Bestellungen aus Thailand und Kolumbien erhalten.
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