Drohnenabwehr – auch U.S. Navy beschafft SMASH-Feuerleitvisiere

Waldemar Geiger

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Mit der U.S. Navy hat nun eine weitere Teilstreitkraft der US-Streitkräfte SMASH-Feuerleitvisiere des israelischen Herstellers Smartshooter zur Stärkung der infanteristischen Drohnenabwehr beschafft. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurde die US-Tochtergesellschaft von Smartshooter mit der Lieferung von SMASH-2000LE-Feuerleitvisieren (auch bekannt als SMASH 3000SA) an die US-Marine im Wert von rund 1,8 Millionen US-Dollar beauftragt. Die Lieferung der Systeme soll der Mitteilung zufolge im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen.

Das Unternehmen sieht die Vereinbarung als einen Einstieg in ein weiteres wichtiges Marktsegment der US-Streitkräfte. Sie stelle einen weiteren strategischen Schritt in der Expansion des Unternehmens im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium dar. Der Vertrag mit der Navy folgt auf eine Reihe von Vereinbarungen, die im vergangenen Jahr mit anderen US-Teilstreitkräften unterzeichnet wurden, darunter der U.S. Army, dem U.S. Marine Corps und der U.S. Air Force.

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„Diese aufeinanderfolgenden Zuschläge spiegeln die steigende operative Nachfrage der US-Militärzweige nach den Lösungen von Smartshooter als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen wider“, heißt es in der Mitteilung.

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Bei der SMASH-Feuerleitvisier-Familie handelt es sich um eine Handwaffenoptronik, die es mit Hilfe von Computer Vision, Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Tracking-Algorithmen Soldaten ermöglicht, Luft- und Bodenziele sehr genau zu erkennen, zu verfolgen und präzise zu bekämpfen.

Durch eine integrierte Positionsstabilisierung kann das etwa 740 g schwere Feuerleitvisier erfolgreich sowohl gegen statische als auch dynamische Ziele eingesetzt werden. Zudem ist das SMASH 2000L/3000 mit Vergrößerungsnachsatzoptiken (Booster) sowie Nachtsichtvorsatzgeräten kombinierbar, was den Einsatzwert der Optronik im klassischen infanteristischen Feuerkampf steigert.

SMASH-Feuerleitsysteme

Bei der SMASH-Familie handelt es sich um Feuerleitsysteme für Handfeuerwaffen des israelischen Herstellers Smartshooter. Smash kombiniert elektrooptische Hardware mit eingebetteter Bilderkennungssoftware und einem ballistischen Rechner. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Visier, das dem Soldaten einen Haltepunkt anzeigt, nach dem er seine Waffe ausrichten kann, ermöglicht das SMASH-Visier dem Soldaten, sein Ziel zu verfolgen, es anzuvisieren und genau in der Sekunde zu feuern, die einen Treffer garantiert. Das Feuerleitvisier berücksichtigt dafür eine Reihe von Faktoren: von der Bewegungsrichtung und dem Bewegungstempo des Ziels bis hin zur Ballistik der Waffe, auf der es montiert ist.

Ist ein Ziel einmal erkannt und festgelegt, errechnet der Algorithmus eine Schusslösung. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Bewegung von Ziel und Schützen berechnet das System kontinuierlich den für einen Treffer erforderlichen Haltepunkt. Dieser dynamische Haltepunkt wird kontinuierlich im Okular angezeigt und bietet dem Schützen so eine deutlich höhere Trefferwahrscheinlichkeit für jeden Schuss. Der Schütze betätigt den Abzug, das System erlaubt eine Schussauslösung nur dann, wenn der Schütze den Zielpunkt der Waffe über den errechneten Haltepunkt eines vorher markierten Ziels führt. Der Schuss bricht dann automatisch. Sollte der Schütze die Waffe auf konventionelle Weise (manuell) abfeuern wollen, kann er den SMASH-Sperrmechanismus mittels eines Tastendrucks aus- und wieder einschalten.

Je nach Ausführung können nach Angaben von Smartshooter so Bodenziele, beweglich und stationär, bis mindestens 600 Meter und Kleinstdrohnen bis 250 Meter bekämpft werden.

Waldemar Geiger