RX-1 – Helsing stellt ersten Schreitroboter vor

Waldemar Geiger

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Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Verteidigungsunternehmen Helsing hat heute mit dem RX-1 sein erstes Quadruped Unmanned Ground Vehicle (Q-UGV), umgangssprachlich auch Schreitroboter bezeichnet, vorgestellt. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, wurde der RX-1 durch die Helsing-Ideenschmiede „Area 9“ entwickelt und soll primär eine Robotik-Forschungsplattform für Europa darstellen.

Den Angaben von Helsing zufolge wurde das System in Europa entwickelt und gefertigt. „RX-1 wurde in Europa entworfen und gefertigt, einschließlich wichtiger Komponenten wie den von Helsing selbst entwickelten Aktuatoren. Entstanden ist eine Plattform, die außergewöhnlich leistungsstark ist, widrigen Umweltbedingungen standhält und verschiedenen europäischen Teams als Forschungsplattform dienen wird”, wird Antoine Bordes, Chefentwickler von Helsing, in der Mitteilung zitiert.

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Der RX-1 soll Forschungseinrichtungen in Europa eine souveräne Alternative zu Systemen bieten, die außerhalb von Europa hergestellt werden. „Helsing wird RX-1 akademischen Einrichtungen und Robotiklaboren auf dem ganzen Kontinent zur Verfügung stellen“, heißt es in der Mitteilung.

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Partnerschaften wurden bereits mit der ETH Zürich sowie mit dem INRIA Paris, dem französischen Nationalinstitut für Informatik und Mathematik, geschlossen. Helsing gibt an, dass beide Forschungspartner den RX-1 einsetzen werden, um die Forschung an der Schnittstelle von KI und autonomen Systemen voranzutreiben.

Area 9

Wie hartpunkt bereits im Juli 2025 berichtete, wurde Area 9 Anfang 2025 als unternehmensinterner Innovationsinkubator gegründet. Geleitet wird Area 9 durch Antoine Bordes. Ihm zufolge ist der Name Area 9 eine Hommage an die sogenannte Brodmann Area 9, ein Bereich im präfrontalen Kortex des Gehirns, der hauptsächlich für höhere kognitive Funktionen wie Arbeitsgedächtnis, exekutive Funktionen und Entscheidungsfindung verantwortlich ist.

In dem Technologieunternehmen soll sich Area 9 mit neuen Hard- sowie Software-Fähigkeiten befassen und eine ähnliche Rolle ausfüllen, wie es beispielsweise Skunk Works beim US-Rüstungskonzern Lockheed Martin oder Phantom Works bei Boeing einnimmt. Die dort versammelten Entwickler sollen sich spezifisch auf futuristische Technologien und Idee konzentrieren, anstatt auf die Skalierung der aktuellen Produktpalette.

Eine Blaupause für die Arbeit von Area 9 stellt die Entwicklung des KI-Luftkampfagenten Centaur dar, der im Frühling 2025 in Kooperation mit Saab erstmals in einer Live-Demonstration im europäischen Luftraum vorgeführt wurde.

Schreitroboter

Neben Forschungseinrichtungen interessieren sich zunehmend auch Streitkräfte für Schreitroboter. Im Gegensatz zu klassischen UGV bieten Schreitroboter wesentliche Mobilitätsvorteile in schwierigem Gelände. Solche Systeme können nicht nur Hindernisse übersteigen oder Treppen erklimmen. Bei Bedarf können sie auch Bewuchs durchschreiten, ohne dabei starke sichtbare Spuren zu hinterlassen.

Als Beispiele für das Interesse von Streitkräften an Schreitrobotern können folgende Vorhaben herangezogen werden:

Waldemar Geiger