Rumänien: Rheinmetall mit der Lieferung von Offshore-Patrouillenbooten und Taucherunterstützungsbooten beauftragt

Lars Hoffmann

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Neben der Beschaffung von gepanzerten Fahrzeugen, Luftverteidigungssystemen und Munition hat das rumänische Verteidigungsministerium gestern Rheinmetall überdies mit der Lieferung von Offshore-Patrouillenbooten und Taucherunterstützungsbooten beauftragt.

Wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt, wurde ein Vertrag mit der Firma NVL B.V.& Co. KG, seit Kurzem Teil der Rheinmetall AG, zum Kauf von zwei Offshore-Patrouillenbooten und zwei Taucherunterstützungsbooten im Gesamtwert von 920 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer unterzeichnet.

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Laut der Mitteilung erfolgt die Finanzierung über das europäische Programm „Security Action for Europe“ (SAFE). Ziel der beiden SAFE-finanzierten Projekte sei es, die Verteidigungsfähigkeit Rumäniens zu stärken und zur regionalen Stabilität sowie zur Sicherheit der Seegrenzen der Europäischen Union und der NATO beizutragen, heißt es in der Mitteilung.

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Früheren Presseberichten zufolge handelt es sich bei den Offshore-Patrouillenbooten um sogenannte Offshore Patrol Vessels (OPV), die auf einen höheren Leistungsstandard gebracht werden sollen, und den MMPV ähneln, die NVL an Bulgarien liefert. Allein für diese beiden Einheiten im Korvetten-Format werden den Berichten zufolge über 800 Millionen Euro veranschlagt.

Rheinmeall hatte Anfang Mai mitgeteilt, dass das Unternehmen zusammen mit der Schweizer MSC an der Übernahme der bankrotten rumänischen Werft Mangalia interessiert sei. Beide Partner erwägen demnach umfassende Investitionen zur Modernisierung der Werft, um daraus einen Dual-Use-Hub für den militärischen und zivilen Schiffbau zu machen. Presseberichten zufolge könnten die nun georderten Schiffe auf der Werft gebaut werden.

Lars Hoffmann