Patriot-Alternativen für die Schweiz: Anbieter legen Informationen zu Luftverteidigungssystemen vor

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Das Schweizer Bundesamt für Rüstung armasuisse hat gestern die letzten Unterlagen der angefragten Hersteller aus vier Ländern für ein zusätzliches System zur bodengestützten Luftverteidigung größerer Reichweite erhalten. Wie die Behörde mitteilt, haben die angefragten Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Israel und Südkorea die Unterlagen fristgerecht eingereicht. Welche Systeme genau nachgefragt wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Schweizer Medienberichten zufolge dürfte es sich um die Systeme Iris-T SLX, SAMP/T NG, David’s Sling und M-SAM oder L-SAM handeln.

Die eingegangenen Informationen werden den Angaben zufolge nun aus militärischer, technischer und kommerzieller Sicht analysiert und sollen als Grundlage dienen, damit die Schweizer Regierung, der Bundesrat, noch im Sommer über das weitere Vorgehen befinden könne.

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Hintergrund der Anfrage ist die mehrjährige Verzögerung bei der Auslieferung des US-Luftverteidigungssystems Patriot. Der Bundesrat habe deshalb im März 2026 das Verteidigungsministerium VBS beauftragt, die Beschaffung eines zusätzlichen Systems zu prüfen, das vorzugsweise in Europa produziert werden soll. Dabei könne es sich entweder um ein europäisches System oder um ein außereuropäisches System handeln, das in Europa hergestellt wird. Damit sollen laut armasuisse einerseits Abhängigkeiten von einzelnen Lieferketten beziehungsweise einzelnen Staaten reduziert und andererseits die Verfügbarkeit besser abgesichert werden.

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In der Folge habe das Bundesamt für Rüstung armasuisse bei vier Nationen mittels eines „Request for Information” (RFI) zusätzliche Informationen zu Systemen zur bodengestützten Luftverteidigung größerer Reichweite eingeholt.
lah