Bodenaufklärungsradar kurze Reichweite – Bundeswehr beschafft GO12 von Thales Deutschland

Waldemar Geiger

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Im Rahmen des Vorhabens „Bodenaufklärungsradar kurze Reichweite“ beschafft die Bundeswehr Gefechtsfeldradare von Thales Deutschland. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED hervorgeht, wurde Thales Deutschland mit der Herstellung und Lieferung von „60 Radarsystemen (Gefechtsfeldradaren, kurze Reichweite) inklusive Zubehör und Ersatzteilen, Dokumente, Ausbildung und div. Dienstleistungen“ beauftragt. Der Mitteilung zufolge werden alles Systeme noch dieses Jahr an die Bundeswehr ausgeliefert.

Gut informierten Kreisen zufolge handelt es sich bei den bestellten Gefechtsfeldradaren um Systeme des Typs Ground Observer 12 (GO12). Thales selbst wollte den Sachverhalt auf Anfrage von hartpunkt aktuell nicht kommentieren.

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Die GO12 werden von Thales in Deutschland gefertigt. In der Bundeswehr ist das System bis dato nicht eingeführt. Gleichwohl wurde das Unternehmen Anfang 2025 von der Bundesrepublik Deutschland mit der Lieferung von über 1.000 Radaren dieses Typs an die Ukraine beauftragt.

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In einer tragbaren Variante weist das System einem Gesamtgewicht von 38 kg auf, der Sensor selbst wiegt rund 17 kg. Darin enthalten: Sensor, Batterien, Bedieneinheit und Dreibein. Neben der tragbaren Variante kann das System auch auf kleinen Fahrzeugen, wie beispielsweise All-Terrain Vehicles oder unbemannten Bodensystem (UGV), zum Einsatz kommen.

Das GO12-System nutzt ein Pulse-Doppler-Radar und das Ku-Band. Es werden Thales zufolge verschiedene Modi für die Suche angeboten. Die Reichweite wird mit maximal 27 km angegeben, ein Scan dauert zwischen 12 und 32 Sekunden. Je nach eingestelltem Modus, können Personen in Entfernungen von bis zu 8,4 km, Fahrzeuge in bis zu 16,8 km und Hubschrauber in bis zu 15,6 km detektiert werden. Mit einem Batteriepack kann das System rund sechs Stunden autonom betrieben werden.

Waldemar Geiger