Die norwegischen Streitkräfte haben die ersten beiden von 54 bei KNDS Deutschland bestellten Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A8 NO erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung der norwegischen Streitkräfte hervorgeht, gehören die Leopard 2 A8 NO zu den modernsten und digitalisiertesten Kampfpanzern, die je gebaut wurden. Die Stationierung der Systeme ist im Stützpunkt Rena im Østerdalen vorgesehen.
Norwegen hat 2023 insgesamt 54 Systeme – samt einer Option für 18 weitere Kampfpanzer – bestellt, von denen 37 im norwegischen Levanger beim norwegischen Unternehmen Ritek montiert werden sollen. Dort soll auch ein nordisches Zentrum für die Wartung, Reparatur und Aufrüstung der nordischen Leopard-Flott entstehen.
Die ersten beiden Kampfpanzer sollen den norwegischen Streitkräften zufolge für die Ausbildung der zukünftigen Besatzungen eingesetzt werden. Das norwegische Heer plant ab Herbst 2027 die erste Kompanie mit den neuen Systemen auszustatten.
„Die neuen Kampfpanzer werden unsere Fähigkeit zur glaubwürdigen Abschreckung und Verteidigung gemeinsam mit unseren Verbündeten sicherstellen“, wird der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in der Mitteilung zitiert. „Der Leopard 2 A8 ist sowohl eine technologische Meisterleistung als auch ein Beispiel für hervorragende Zusammenarbeit mit den Verbündeten. Im Einklang mit dem Langzeitplan stärken wir Norwegens Verteidigungsfähigkeit, wobei es vor allem darum geht, potenzielle Gegner abzuschrecken. Diese neue Plattform erhöht die Hürde für alle, die einen Angriff auf Norwegen in Erwägung ziehen“, erklärt Sandvik weiter.
Der Leopard 2A8 NO ist nach Einschätzung von Trond Haande, Leiter der norwegischen Waffenschule, der derzeit beste Kampfpanzer der Welt. „Er verfügt über eine einzigartige Kombination aus Feuerkraft, Schutz, Mobilität sowie Führungsfähigkeit. Die Informationssysteme des Panzers ermöglichen den Austausch von Informationen und Zieldaten in Echtzeit mit dem restlichen Kampfsystem der Brigade Nord. Mit diesem neuen Kampfpanzer steht das Heer an vorderster Front in der NATO, wenn es um die Entwicklung moderner Brigadenkapazitäten geht“, so Haande.
Waldemar Geiger
















