Drohnenabwehr – Ukraine meldet über 33.000 Drohnenabschüsse mit Abfangdrohnen

Waldemar Geiger

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Die ukrainischen Streitkräfte sollen im März insgesamt über 33.000 russische Drohnen mit eigenen Abfangdrohnen abgeschossen haben. Zudem arbeitet die Ukraine an alternativen Steuerungsmethoden und Abfangdrohnen mit Jet-Antrieb, um zukünftig auch schnellere Feinddrohnen mit solchen Systemen bekämpfen zu können. Dies geht aus einem gestern veröffentlichten Beitrag des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow auf der Plattform X hervor.

Fedorow wurden damit im März doppelt so viele feindliche Drohnen mit eigenen Abfangdrohnen abgeschossen als im Vormonat. Diese Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig nachprüfen. Eine Aufschlüsselung, welche Art von Drohnen bekämpft wurden, liefert der Verteidigungsminister nicht. Die hohe Anzahl deutet jedoch darauf hin, dass neben größeren Langstrecken-Einwegdrohnen der Geran-Familie auch kleinere Aufklärungs- und Strike-Drohnen Bestandteil der Auflistung sind.

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Fedorows Aussage nach bilden Abfangdrohnen einen Kernbestandteil der mehrschichtigen Luftverteidigungsarchitektur des kriegführenden Landes. Der Minister kündigt zudem Entwicklungsanstrengungen an, wonach die Abfangdrohnen mit Jet-Antrieb „skaliert“ werden sollen, um „Shaheds mit Jet-Antrieb kontern“ zu können. Drohnen mit einem solchen Antrieb, wie die russische Geran-4, sollen Marschgeschwindigkeiten von 400 bis 500 km/h erreichen und sich damit Abfangversuchen mit propellerangetriebenen Abfangdrohnen entziehen können. Beobachter des Ukraine-Krieges gehen davon aus, dass Russland zukünftig immer mehr solcher Drohnen mit Jet-Antrieb einsetzen könnte, wenn der Einsatz langsamerer Geran-Drohnen weiter an Effektivität verlieren sollte.

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Schlussendlich bestätigt der Minister die Arbeit an „alternativen Steuerungssystemen“ für die eigenen Abfangdrohnen. Auch wenn Fedorow hier keine weiteren Informationen liefert, kann mit großer Sicherheit angenommen werden, dass damit die automatisierte Führung der Abfangdrohnen gemeint ist. Aktuell wird die absolute Masse der Abfangdrohnen in der Ukraine durch menschliche Piloten gesteuert, die zudem durch einen Navigator unterstützt werden. Dieser hat die Aufgabe, die Positionierung der Feinddrohne an den Piloten – der sich auf die direkte Steuerung der Drohne konzentrieren muss – in Relation zur Abfangdrohne zu übermitteln und den Piloten so in die Nähe der Feinddrohne zu „lotsen“. Sobald der Pilot die Feinddrohne durch die Optik der Abfangdrohne auffassen kann, kann dieser den unmittelbaren Bekämpfungsvorgang einleiten und die Drohne ins Ziel steuern.

Zukünftig sollen sowohl der terminale Zielanflug mittels KI-Unterstützung autonom erfolgen als auch die Führung der Abfangdrohne von der Startposition in das direkte Umfeld zur Zieldrohne. Dazu müssen die Drohnen jedoch eine gewisse Vernetzung mit dem Luftlagebild erhalten, um so sowohl die eigene als auch die feindliche Position im Raum zu erhalten.

Waldemar Geiger