Den Liebhabern von Actionfilmen der 80er sowie Ego-Shootern der 90er als „Dual wielding“ bekannt, könnte der beidhändige Pistoleneinsatz zukünftig auch bei den Spezialkräften Einzug halten.
Die Redaktion von hartpunk hatte kürzlich die Gelegenheit, einen exquisiten Einblick in das Schießausbildungszentrum des Kommandos Spezialkräfte (KSK) zu bekommen und mit Schießausbilder „Pretty“ über aktuelle Trends der Spezialkräfteschießausbildung zu sprechen.
Dem Schießausbilderveteran zufolge werden im Kommando derzeit mehrere neue Verfahren untersucht, mit denen das Vorgehen in Räumen dynamischer gestaltet werden kann. Neben dem beidhändigen Pistoleneinsatz wird aktuell auch der sogenannte taktische Hechtsprung in den Raum betrachtet.
„Der Feind lernt leider dazu, also müssen auch wir uns stetig weiterentwickeln“, begründet Pretty die derzeit mit Hochdruck vorangetriebene Weiterentwicklung der Kommandoschießtechnik. „Die Kombination aus taktischem Hechtsprung in den Raum mit dem beidhändigen Pistoleneinsatz würde es unseren Kräften erlauben, tote Winkel im Raum schneller zu überwinden und mehrere Ziele gleichzeitig zu bekämpfen“, so der Ausbilder.
Gleichwohl weist er darauf, dass es sich bei den Einsatztaktiken um hochkomplexe Manöver handelt, die aktuell nur handverlesene Schießvirtuosen beherrschen. Das Potenzial ist jedoch sehr groß, was im Rahmen einer für hartpunk organisierten Vorführung nur erahnt werden konnte. Dabei wurde eine Mikrodrohne in den Raum vorausgeschickt, die zwei Feine an den entgegengesetzten Wänden aufgeklärte. Daraufhin zog der erste Soldat des im Gebäude befindlichen Kommandotrupps seine zwei P14 und nahm den Raum mit dem Kopf voraus im taktischen Hechtsprung. Mitten im „Flug“ streckte er beide Arme zur Seite aus und bekämpfte die im Raum rechts und links von ihm befindlichen Personenziele gezielt mit jeweils zwei Treffern in die Brust und einem Kopftreffer. Ein gekonntes Abrollmanöver beende den Vorgang noch bevor die nachrückenden Kommandokräfte in den Raum folgen konnten.
Waldemar Geiger
Diese Meldung ist, wie die Meisten bereits geahnt haben, ein Aprilscherz.














