Helsing und Hensoldt kooperieren beim Projekt des autonomen Kampfflugzeugs CA-1 Europa

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Der Sensorspezialist Hensoldt und das auf KI spezialisierte Verteidigungsunternehmen Helsing haben eine strategische Partnerschaft mit dem Ziel vereinbart, Verteidigungstechnologien innerhalb einer souveränen deutschen und europäischen Technologiearchitektur weiterzuentwickeln.

Das erste gemeinsame Produkt der beiden Unternehmen werde die Zusammenarbeit beim KI-gestützten autonomen Kampfflugzeug CA-1 Europa von Helsing sein, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Beim CA-1 Europa solle durch die Nutzung rein nationaler Technologie und Lieferketten die Verteidigungsfähigkeit und Technologieführerschaft eines demokratischen Europas nachhaltig gestärkt werden.

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Die CA-1 Europa soll der Mitteilung zufolg künftig mit leistungsfähiger Sensorik von Hensoldt ausgestattet werden. Geplant sei die Integration von Technologien und Sensoren aus den Bereichen Radar, Optronik, Selbstschutz sowie elektromagnetischer Kampfführung. Außerdem stehe mit der Hensoldt-Softwaresuite MDOcore (Multi-Domain Operations Core) das digitale Rückgrat für Multidimensions-Datenfusion, Vernetzung und Koordination bereit. Im Zusammenspiel mit Helsings KI-Agent Centaur erhalte die Kampfdrohne so die Fähigkeit, Missionen autonom durchzuführen und Informationen sicher zu verarbeiten und dimensionsübergreifend zur Verfügung zu stellen.

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Wie es weiter heißt, müssen moderne militärische Systeme Informationen automatisiert in sehr kurzer Zeit erfassen, verarbeiten und nutzbar machen. Die Kombination aus leistungsfähiger Sensorik und KI-basierter Software gelte dabei als entscheidender Faktor, um Systeme anpassungsfähiger und effizienter zu machen.

In den kommenden Monaten wollen die beiden Unternehmen ihre ersten gemeinsamen Demonstrationen vorbereiten. Dabei steht laut Mitteilung eine enge Abstimmung mit Kunden und Partnern im Vordergrund, um neue Technologien praxisnah zu erproben und schrittweise in einsatzfähige Systeme zu überführen.

Hensoldt verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Integration KI-gestützter Sensorlösungen sowie der Datenfusion für militärische Anwendungen in der Luft, am Boden, zur See, im Weltraum und im Cyberspace. Helsing bringt neben dem autonomen Kampfflugzeug unter anderem Künstliche Intelligenz in das Projekt ein, die den Angaben zufolge in der Lage ist, das Kampfflugzeug selbst im Verbund autonom zu steuern und hierfür selbstständig große Datenmengen zu verarbeiten. Die Zusammenarbeit sei dabei klar arbeitsteilig organisiert: Jedes Unternehmen verantworte seine Technologien und Beiträge innerhalb seines eigenen Kompetenzbereichs.

Helsing und Hensoldt arbeiten bereits gemeinsamen mit dem norwegischen Konzern Kongsberg im Bereich Space zusammen, um bis 2029 eine souveräne Satellitenkonstellation für Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung (IST) mit einer voll vernetzten Kommunikationsebene für Europa aufzubauen.

Oliver Dörre, Vorstandsvorsitzender von Hensoldt: „Die Zukunft moderner Verteidigungssysteme liegt im intelligenten und vernetzten Zusammenspiel von Sensorik und Künstlicher Intelligenz. Mit Helsing verbindet uns das gemeinsame Ziel, innovative Technologien verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und damit einen Beitrag zur sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit Europas zu leisten.“

Gundbert Scherf, Mitgründer und Co-CEO von Helsing, wird mit den Worten zitiert: „Unsere Abschreckung erfordert souveräne Luftüberlegenheit. Mit der CA-1 machen wir ein klares Angebot für eine glaubwürdige europäische Abschreckung. Die Souveränität und Überlegenheit unserer Streitkräfte hängen daran, dass unsere Systeme durch nationale Industrie-Champions weiterentwickelt und produziert werden können. Die Partnerschaft zwischen Helsing und Hensoldt ist ein Schulterschluss von zwei nationalen Champions. Uns verbindet das Bekenntnis zu massiven Investitionen in Zukunftstechnologien.“
lah