Diehl Defence und Bundeswehr schließen mehrere Iris-T-Verträge

Waldemar Geiger

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Der deutsche Rüstungskonzern Diehl Defence und das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw haben zum Jahreswechsel mehrere Verträge über die Beschaffung bzw. Nachbeschaffung von Flugkörpern aus der Iris-T-Familie für die Bundeswehr unterzeichnet.

Wie Diehl Defence in einer heutigen Mitteilung schreibt, umfassen die Verträge Lenkflugkörper für die kurze und mittlere Reichweite, sowohl für die Luft-Luft-Anwendung Iris-T als auch für die bodengebundene Luftverteidigung Iris-T SLS und Iris-T SLM. „Die konstruktive Zusammenarbeit von Diehl Defence mit dem BAAINBw bei der Vorbereitung und Abwicklung der Vertragsverhandlungen war eine wichtige Voraussetzung für eine reibungslose Beschaffung dieser stark nachgefragten Hightech-Produkte“, so das Unternehmen.

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Diehl beschreibt die Mehrrollenfähigkeit des Lenkflugkörpers Iris-T, der sowohl als überlegene Luft/Luft-Bewaffnung an Kampfflugzeugen als auch in der Boden/Luft-Variante als Teil eines Luftverteidigungssystems eingesetzt werden kann, als entscheidenden Vorteil für die effektive und kosteneffiziente Nutzung der Flugkörper.

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Mit dem Iris-T SLS wird dabei der sogenannte SHORAD-Bereich für die kurze und sehr kurze Reichweite abgedeckt. Zum Einsatz kommt dabei der Standard Iris-T Luft/Luft-Lenkflugkörper in unveränderter Form. „Die hochagilen Lenkflugkörper bieten Soldaten und Infrastruktur einen echten 360°-Rundum-Schutz vor Marschflugkörpern, Angriffen von Flugzeugen und gepanzerten Kampfhubschraubern sowie gegen Drohnen verschiedener Klassen“, so der Hersteller.

Iris-T SLM deckt hingegen den sogenannten MRAD-Bereich ab. Der Flugkörper ist Diehl zufolge auf die Abwehr von Bedrohungen mit einer effektiven Reichweite von bis zu 60 km und einer Höhe von 20 km ausgelegt.

Zur Deckung der gestiegenen Nachfrage – die Iris-T-Flugkörperfamilie umfasst mittlerweile 21 Nutzerländer – investiert Diehl Defence eigenen Angaben nach etwa 1,5 Milliarden Euro. Damit sollen die Flugkörper-Produktionskapazitäten über alle Standrote hinweg ausgebaut werden. Erst Ende Januar wurde dazu ein neues Flugkörper-Fertigungsgebäude im Saarland eröffnet, hartpunkt berichtete.

Waldemar Geiger