Der Verwaltungsrat der ArianeGroup hat Christophe Bruneau zum neuen Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer; CEO) des Unternehmens ernannt, wie ArianeGroup heute mitteilt. Der 58-jährige Bruneau, der sowohl die französische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, folge am 1. April Martin Sion nach, dessen Ausscheiden am 8. Oktober vergangenen Jahres bekanntgegeben wurde. Sion wird Chef der Alstom Group.
Mit seiner bisherigen beruflichen Erfahrung und seiner Expertise in der Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie bringe Bruneau alle Voraussetzungen mit, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und die eingeleitete Transformation von ArianeGroup voranzubringen, heißt es in der Mitteilung des Raumfahrt- und Rüstungsunternehmens.
Bruneau begann seine Karriere den Angaben zufolge 1992 bei Armines, zunächst im industriellen Marketing und anschließend als stellvertretender Direktor für europäische Angelegenheiten. 1995 wechselte er an die französische Botschaft in Deutschland als Attaché für Wissenschaft und Technologie sowie Koordinator für Luft- und Raumfahrt. 1999 wurde er Direktor der Weltraumsparte bei MAN Technologie in Augsburg. 2004 ging er zu Snecma (jetzt Safran Aircraft Engines) als stellvertretender Leiter der Sparte für Raumfahrtantriebe in Frankreich und Deutschland.
2007 wechselte er zu Europrop International als Programmleiter TP400 (Triebwerk des Airbus A400M) mit Sitz in München und Madrid. 2012 baute er Aerospace Embedded Solutions (AES) in München auf, ein Joint Venture von Sagem (heute Safran Electronics & Defense) und MTU. 2016 kehrte er als Geschäftsführer zu Europrop International zurück. Seit 2020 verantwortet er die militärische Triebwerkssparte bei Safran Aircraft Engines. Christophe Bruneau ist Absolvent der Wirtschaftshochschule INSEEC (1992) und studierte an der Ingenieurshochschule École Centrale de Paris (1993).
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