U.S. Marine Corps sucht rekonfigurierbare FPV-Drohnen

Kristóf Nagy

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Das U.S. Marine Corps hat eine Marktsichtung für eine potenzielle, jedoch zeitnah geplante Beschaffung von mehreren tausend mehrrollenfähigen FPV-Drohnen begonnenen. Dies lässt sich einem am 06. Januar 2026 veröffentlichten Informationsgesuch auf der elektronischen Vergabeplattform System for Award Management (SAM.gov) entnehmen. Bei dem Informationsgesuch scheint es sich um das Pendant zu dem von der Army im Dezember veröffentlichten Vorhaben zu handeln, welches darauf abzielt, Teile des als „Drone Dominance“ bezeichneten Programms des US-Verteidigungsministeriums umzusetzen.

Laut der Veröffentlichung sucht das Marine Corps Anbieter für kostengünstige, FPV-fähige UAS für einen möglichen zukünftigen Auftrag über bis zu 5.000 Luftfahrzeugen innerhalb der ersten 6 Monate und 10.000 Einheiten innerhalb von 12 Monaten. Die Fähigkeit, anforderungsgerechte Systeme idealerweise unter der Kostengrenze von 4.000 US-Dollar pro Stück zu liefern, ist laut der Mitteilung das wichtigste Kriterium. Die wichtigsten Leistungsmerkmale des Systems sind die schnelle Rekonfigurierbarkeit und die Fähigkeit, modulare Nutzlasten aufzunehmen. Die Produktionskapazität sowie die Möglichkeit für Bediener, Änderungen und Reparaturen selbst vorzunehmen, sind weitere relevante Kriterien. 

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Demnach sollen durch den Bediener Nutzlasten, wie 30mm-Granaten oder andere Sprengmittel, aber auch nicht letale Effektoren und Sensoren, je nach Einsatzanforderungen individuell hinzufügt werden können, ohne dass der Hersteller vor Ort hinzugezogen werden muss. Zudem sollen die FPV-Drohnen dazu geeignet sein, als Ziele für die Ausbildung im Bereich der Abwehr unbemannter Flugsysteme (C-UAS) und anderer, nicht näher definierter Ausbildungsverwendungen eingesetzt zu werden.

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Zeitgleich mit der Marktsichtung erhöht das Marine Corps das Tempo bei der Ausbildung der Bediener von unbemannten Luftfahrzeugen, wie Ende Dezember aus einer Pressemitteilung zu entnehmen war. Zukünftig wird das für die Ausbildung verantwortlich zeichnende Training and Education Command eigenen Aussagen zufolge ständig sechs Ausbildungskurse für Drohnenbediener durchführen. Dabei sollen die Kurse neben der reinen Bedienerausbildung auch für die Vermittlung der relevanten Inhalte an das technische Unterstützungspersonal verantwortlich sein und zeitgleich neue Ausbilder generieren und qualifizieren.

Kristóf Nagy