Hyperschall-Abwehr: Großbritannien wird Beobachter beim Projekt HYDIS

Lars Hoffmann

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Die Teilnehmerstaaten des Vorhabens zur Entwicklung eines Hyperschall-Abwehrflugkörpers mit der Bezeichnung „Hypersonic Defence Interceptor System“ (HYDIS), die OCCAR und das Industriekonsortium, vertreten durch MBDA, begrüßen Großbritannien als Beobachterstaat im HYDIS-Programm der europäische Rüstungsagentur OCCAR. Nach der Zustimmung durch die Europäische Kommission, die HYDIS-Staaten und den OCCAR-Aufsichtsrat fand in den Räumlichkeiten der OCCAR in Paris in der vergangenen Woche eine Sondersitzung statt, um die HYDIS-Roadmap, die erreichten Meilensteine und die verbleibenden Herausforderungen der dreijährigen Konzeptphase vorzustellen. Als relevanter Akteur im Bereich der integrierten Luftverteidigung- und Raketenabwehr unterstreiche das Interesse des Vereinigten Königreichs, dem OCCAR-Programm HYDIS als Beobachterstaat beizutreten, die Kohärenz dieses Programms, schreibt die OCCAR auf Linkedin.

Wie die Rüstungsagentur in einer weiteren Mitteilung auf Linkedin ausführt, wurde mit dem Abschluss der initialen Konzeptprüfung überdies der zweite Meilenstein des HYDIS-Programms erreicht. Nach einer zehnmonatigen Studie des HYDIS-Konsortiums haben die vier beteiligten Nationen Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande sowie die OCCAR den Angaben zufolge während einer zweimonatigen Prüfungsphase das Konzept sorgfältig analysiert. Die Überprüfung sei zwischen dem 20. und 24. Oktober 2025 abgeschlossen worden. Dabei habe man sich auf zwei Konzepte für HYDIS geeinigt.

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Die beiden ausgewählten Konzepte erzielten den Angaben zufolge eine höhere Gesamtbewertung bei den Modellierungs- und Simulationsaktivitäten, die in operativen Abfangszenarien durchgeführt wurden.

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Mit dem Abschluss der initialen Konzeptphase wurden Fortschritte bei der Definition der Abfangstrategie, der Antriebstechnologie, den Stufentrennung und der Optimierung der Manövrierfähigkeit in der Endphase erzielt, um die Letalität des Kill Vehicle zu maximieren.

Außerdem wurden laut OCCAR fortschrittliche Modelle implementiert, um die Vorhersage der Flugbahn von Hyperschallbedrohungen zu verbessern, was zu Verbesserungen bei der Optimierung der Flugbahn in der mittleren und der Endphase führte.

Ein besonderer Schwerpunkt lag den Angaben zufolge auf den Fähigkeiten zur Verfolgung und Erfassung von Bedrohungen. Die Industrie lieferte laut OCCAR eine vorläufige Analyse zu wichtigen operativen Aspekten wie der Datenverbindung mit dem Abfangflugkörper im Flug, den Navigationsfunktionen in einer beeinträchtigten Umgebung und der Verfügbarkeit von Daten zur Feuerleitung von organischen Radarsensoren oder externen Sensoren.  

Den Angaben der OCCAR zufolge tritt das HYDIS-Programm nun in die dritte Phase seiner Konzeptphase ein, mit dem Ziel, die „Mission and Requirements Definition“ Anfang 2026 abzuschließen. Gleichzeitig solle das Design des Abfangflugkörpers weiter ausgereift werden, um sich auf die finale Konzeptprüfung im Jahr 2026 vorzubereiten.

Lars Hoffmann