Der europäische Lenkflugkörperspezialist MBDA präsentiert auf der Rüstungsmesse DSEI UK vom 9. bis 12. September in London eine kostengünstige Deep-Fire-Lösung mit dem Namen CROSSBOW OWE HEAVY. OWE steht für One Way Effector. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt, wurde CROSSBOW parallel zu dem auf der Paris Air Show 2025 vorgestellten OWE entwickelt.
CROSSBOW sei als Deep-Fire-System entwickelt worden, das in Konflikten hoher Intensität und insbesondere in einem komplexen elektromagnetischen Umfeld eingesetzt werden könne. Laut MBDA ist der Preis so kalkuliert, dass eine umfangreiche Beschaffung möglich ist.
Das Waffensystem wird laut MBDA von einem Fahrzeug aus verbracht und ist in der Lage, mit einer Reichweite von über 800 Kilometern, kinetische und nicht-kinetische Nutzlasten von bis zu 300 Kilogramm in den Einsatz zu bringen, um statische Ziele zu zerstören.
Als Verantwortlicher für das gesamte Waffensystem ist es MBDA demnach gelungen, CROSSBOW OWE HEAVY gemeinsam mit einem Team aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie großen Unternehmen aus ganz Europa binnen sieben Monaten vom Entwurf bis zur Demonstration zu bringen.
Dank einer modularen Gestaltung mit MOTS (Modified Off-The-Shelf)- und COTS (Commercial Off-The-Shelf)-Subsystemen ist eine Serienproduktion bereits ab dem zweiten Quartal (Q2) 2026 möglich, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
MBDA habe seine Expertise im Bereich hochkomplexer Waffensysteme eingebracht, um eine zuverlässige Lösung zu liefern, die Optionen für die schrittweise Weiterentwicklung der Fähigkeiten hinsichtlich Überlebensfähigkeit, Reichweite/Letalität, Navigation und Plattformintegration biete, je nach den Anforderungen des Kunden oder der sich verändernden Bedrohungslage.
CROSSBOW OWE HEAVY basiert auf einem ähnlichen Konzept wie das auf der Paris Air Show im Juni vorgestellten OWE. Es sei jedoch auf andere Bedrohungen ausgerichtet und biete eine andere Lösung. Die Ähnlichkeiten erstrecken sich laut MBDA auch auf die Souveränität der Leistungsfähigkeit, wobei der „Off-the-Shelf“-Produktionsansatz eine einfache Neukonfiguration für Kunden ermögliche, die nationale Lieferketten nutzen möchten, sowie Optionen für eine spiralförmige Entwicklung bieten.
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