Dimension Weltraum: Andøya Space und Rheinmetall wollen kooperieren

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Die norwegische Andøya Space und Rheinmetall Nordic AS haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) unterzeichnet, um gemeinsam die kommerziellen Kapazitäten für zivile und militärische Weltraumoperationen auszubauen. Wie Rheinmetall schreibt, zielt diese Partnerschaft darauf ab, den steigenden Sicherheitsanforderungen in Europa durch den schnellen Einsatz von Satelliten und Weltraumressourcen gerecht zu werden. Die nordnorwegische Insel Andøya verfügt über einen der wichtigsten Startplätze für Weltraumraketen in Europa.

Andøya Space und Rheinmetall wollen sich laut Mitteilung in ihrer Zusammenarbeit auf die Schließung von Lücken in der Wertschöpfungskette für Satelliten und Starts in Andøya konzentrieren. Ziel sei es, regelmäßige kommerzielle Startdienste und flexible, schnelle Reaktionsfähigkeiten vom europäischen Festland aus zu bieten. Diese strategische Partnerschaft soll der Mitteilung zufolge „Tactical Responsive Launch (TacRL)“-Kapazitäten bereitstellen und eine sichere und widerstandsfähige Handhabung von Satelliten mit verkürzten Reaktionszeiten gewährleisten. 

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Die Verbindung von Andøya Space und Rheinmetall werde von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung der strategischen militärischen und zivilen Weltrauminfrastruktur Deutschlands, Norwegens, der NATO-Mitgliedstaaten und anderer strategischer Partnerländer sein. Erklärtes Ziel beider Unternehmen ist es, strategische Autonomie, erhöhte Reaktionsfähigkeit, schnellere Bereitstellung neuer Fähigkeiten und operative Vorteile im geopolitischen Umfeld zu gewährleisten.

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Das Verteidigungsministerium hat im Haushalt 2026 Verpflichtungsermächtigungen von mehr als 13 Milliarden Euro für die Satellitenkommunikation eingestellt. Womöglich wird für den Aufbau entsprechender Satellitenkapazitäten im Weltraum auch der Startplatz in Andøya.

Die Verbindung beider Unternehmen sei ein wichtiger Schritt zur Vervollständigung der Weltraum-Wertschöpfungskette von Andøya und zur Entwicklung modernster Einrichtungen und Dienstleistungen auf europäischem Boden, schreibt Rheinmetall. Andøya Space und Rheinmetall seien entschlossen, Kunden diese Dienstleistungen schnell zu kommerziellen Bedingungen anzubieten und die erfolgreiche Durchführung von TacRL-Missionen und regelmäßigen Startdiensten zu ermöglichen.

Troels Sandreid, Geschäftsführer von Andøya Spaceport, wird mit den Worten zitiert: „Diese Absichtserklärung ist ein wichtiger Meilenstein für Andøya Space. Durch die Bündelung des Know-hows und der Infrastruktur beider Unternehmen wollen wir die Fähigkeit Europas stärken, schnell und sicher auf neue zivile und militärische Anforderungen im Weltraum zu reagieren.“
Thomas Berge Nielsen, CEO von Rheinmetall Nordic AS: „Die Zusammenarbeit mit Andøya Space wird angesichts des Aufbaus europäischer Raumfahrtkapazitäten ein entscheidender Faktor für die Entwicklung unseres Angebots im zivilen und militärischen Bereich sein. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“
lah