Die spanische Regierung zieht die Möglichkeit eines Kaufs von Kampfflugzeugen des Typs F-35 Presseberichten zufolge nicht mehr in Erwägung. Dies wird in verschiedenen spanischen Medien mit Verweis auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums in Madrid gemeldet. Die Zeitung „El Pais“ schreibt, dass die Regierung den Erwerb von F-35 Lightning II des US-Herstellers Lockheed Martin auf unbestimmte Zeit aufgeschoben habe.
Stattdessen will das Land die Mittel für den Kauf von Eurofightern und des Future Combat Air System (FCAS) verwenden. Insbesondere die spanische Marine hatte in der Vergangenheit Interesse an der F-35 B gezeigt, die kurzstart- und landefähig ist und somit vom spanischen Flugzeugträger „Juan Carlos I“, einem so genannten LHD (Landing Helicopter Dock), eingesetzt werden könnte.
Damit wird die Marine, in Spanien als Armada bezeichnet, ihre Fähigkeit zum Einsatz von Flächenflugzeugen von See aus verlieren, wenn die Senkrechtstarter des Typs Harrier AV-8B im Jahr 2030 außer Dienst gestellt werden, wie El Pais schreibt. Damit könne der Flugzeugträger nur noch mit Helikoptern eingesetzt werden, was den Verlust einer strategischen Fähigkeit bedeute. Die Armada habe die Werft Navantia allerdings damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für einen Träger mit konventioneller Start- und Landebahn zu erstellen. Wie es heißt, werden auch die noch bei der spanischen Luftwaffe verbliebenen Flugzeuge des Typs F-18 nicht durch die F-35 ersetzt.
Spanien ist neben Frankreich und Deutschland der dritte Partner im FCAS-Vorhaben mit einem Drittelanteil. Bei der Entwicklung des Eurofighters musste sich das Land anfangs noch mit einer kleineren Rolle als Lieferant der rechten Tragfläche zufriedengeben.
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