Rohde & Schwarz und Diehl Defence neue Partner im Team MQ-28A Ghost Bat

Waldemar Geiger

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Der US-Luftfahrtkonzern Boeing und der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall bieten das Collaborative Combat Aircraft (CCA) MQ-28A Ghost Bat gemeinsam der Bundeswehr als mögliche Lösung für eine Jagdbomberdrohne an, nun wird das Team um Rohde & Schwarz und Diehl Defence verstärkt. Dies wurde heute auf der ILA 2026 in Berlin verkündet.

Wie es heute in Berlin heißt, wird Diehl Defence als Partner für die Integration deutscher Waffensysteme fungieren, während Rohde & Schwarz eine schwer detektierbare und störresistente Richtfunklösung mit der Bezeichnung „Nemacs“ für die Steuerung der MQ-28A Ghost Bat beisteuern wird. Die Lösung soll, wie hartpunkt bereits vor geraumer Zeit berichtete, im K-Band arbeiten, und ein deutsches Äquivalent zum US-MADL (Multifunction Advanced Data Link) darstellen, welches für die Kommunikation zwischen F-35 Stealth-Fightern genutzt wird.

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Diehl Defence selbst gibt an, dass der Anteil des Unternehmens im Team in der Waffenintegration besteht, wie bspw. des Lenkflugkörpers IRIS-T und zukünftiger Luft-Luft-Effektoren – falls von der Luftwaffe ausgewählt – sowie in der entsprechenden technischen Unterstützung. Dazu zählen die Integration der deutschen Bewaffnung in MQ-28 gemäß den Vorgaben der Bundeswehr, die Bereitstellung technischer Daten, Produktunterstützung sowie Schulungen und die Einbringung von Softwareelementen zur Unterstützung von Luftkampfketten.

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Gleichzeitig wurde in Berlin eine neue Version der Ghost Bat vorgestellt, die über größere Tragflächen (25 Prozent mehr Fläche) verfügt und wodurch das Flugzeug 907 kg zusätzlich an Treibstoff, Ausrüstung und Missionsnutzlast transportieren kann. Die Nutzlastkapazität erhöht sich damit insgesamt auf etwas mehr als zwei Tonnen. Das unbemannte Kampfflugzeug verfügt über zwei interne Waffenschächte mit je einer Aufnahmekapazität einer AIM-120 AMRAAM Luft-Luft-Rakete oder alternativ zweier GBU-39/B Small Diameter Bombs (SDB). 

Die Bundeswehr plant in den kommenden Jahren die Einführung einer sogenannten Jagdbomberdrohne, die gefährliche Missionen tief in Feindesland übernehmen kann. Bislang konzentrieren sich die meisten internationalen Entwicklungen im Bereich von unbemannten Collaborative Combat Aircraft (CCA), aus der eine Jagdbomberdrohne abgeleitet würde, auf Luft-Luft-Einsätze. Die Luftwaffe würde mit dem neuen Flugzeugtyp dagegen eine explizite Luft-Boden-Fähigkeit erhalten. Und im Gegensatz zu CCA, die in erster Linie im Verbund mit bemannten Jets und Flugzeugen fliegen sollen, müsste die Jagdbomberdrohne so konzipiert werden, dass sie bei Abriss der Verbindung zu einem Führungsflugzeug oder der Bodenstation ihren Auftrag weitgehend autonom erfüllen kann, um anschließend möglichst unbeschadet zurückzukehren. Die MQ-28A Ghost Bat gilt als einer der möglichen Kandidaten, die derzeit für die Realisierung der Jagdbomberdrohne in Betracht kommen.

Waldemar Geiger