Nach ALADIN-Zuschlag – Quantum Systems nimmt Dimension Land in den Fokus und will 2026 ein UGV vorstellen

Waldemar Geiger

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Mit dem jüngst gewonnen Auftrag, Twister-Aufklärungsdrohnen an die Bundeswehr zu liefern, hat sich der deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems buchstäblich zu einem Haus- und Hoflieferanten der Bundeswehr im Bereich leichter luftgestützter Aufklärungssysteme entwickelt. Nun will das Unternehmen weitere Felder – auch in der Bundeswehr – erschließen und im nächsten Jahr ein neues unbemanntes Bodensystem vorstellen, wie Martin Karkour, Chief Revenue Officer (CRO) bei Quantum Systems, in einem Gespräch mit hartpunkt erklärt.

Neben dem Twister, der die Aufklärungsdrohne ALADIN (Abbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich) ersetzen soll, liefert Quantum Systems (QS) bereits die AR100-H-Aufklärungsdrohne, die in der Bundeswehr im Zuge des MIKADO-II-Vorhabens (Mikroaufklärungsdrohne für den Ortsbereich) eingeführt ist. Zudem setzt die Bundeswehr mit FALKE (ferngeführtes Aufklärungssystem, luftgestützt, kurze Entfernung) ebenfalls auf ein Produkt des bayerischen Drohnenherstellers. FALKE basiert auf der Vector-Aufklärungsdrohne und dient sowohl den Spezialkräften als auch den Heeresaufklärungskräften als luftgestütztes Aufklärungsmittel. Nach Aussage von Karkour konzentriert sich Quantum Systems nun darauf, die bestehende Drohnenflotte der Bundeswehr auszuliefern und kontinuierlich gemäß den aktuellen Erkenntnissen der Drohnenkriegsführung in der Ukraine in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr auf dem Stand der Technik zu halten.

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Parallel sieht sich der CROgut aufgestellt, um der Bundeswehr zukünftig auch die nächstgrößere Aufklärungsdrohne vom Typ Reliant liefern zu können, die er als potenten Nachfolger für die LUNA-Drohne (Luftgestützte, Unbemannte Nahaufklärungsausstattung) sieht. Da die QS-Drohnen mit dem Hintergrund eines Systemfamiliengedankens entwickelt wurden und werden, böte seiner Auffassung zufolge ein Reliant-Kauf mehrere Vorteile für die Bundeswehr. Neben der technischen Leistungsfähigkeit des Systems böten sich Synergien in der Ausbildung und Nutzung der Drohnen, da alle QS-Drohnen über ein gleiches Konzept für Logistik und Bedienung verfügen. Karkour geht davon aus, dass die Bundeswehr in den nächsten zwei Jahren die LUNA-Nachfolge angehen wird.

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Bis dahin will Quantum Systems weiter wachsen und sein Produktportfolio erweitern. „Wir werden im nächsten Jahre allein in Deutschland die Produktionskapazitäten verachtfachen“, erklärt der Quantum-Systems-Manager. Zudem sieht er für das nächste Jahr eine Priorität im Ausbau der Kapazitäten und Fähigkeiten rund um die jüngst vorgestellte Abfangdrohne des Unternehmens.

Mit dem Drohnen-Operationssystem MOSAIC UxS hat der bayerische Drohnenspezialist dieses Jahr zudem erstmalig ein Software-Produkt auf den Markt gebracht, in das Karkour zufolge sukzessive Drittanbieter-Drohnensysteme aller Dimensionen integriert werden. „Wir setzen auf die konsequente Verfolgung der Multi-Domain-Strategie“, so Karkour. „Hier haben wir neben der Luft- auch weitere Dimensionen im Blick. Bei der Hardware liegt die Priorität erstmal auf der Dimension Land“. In diesem Zusammenhang stellt Karkour die Vorstellung eines unbemannten Bodensystems (UGV) von Quantum Systems im nächsten Jahr in Aussicht. Weitere Details zu diesem System wollte er an dieser Stelle jedoch nicht öffentlich machen.

Waldemar Geiger