Kalaschnikow AM-17 – AKS74U Nachfolger geht in Serie

Kristóf Nagy

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Der russische Kalaschnikow-Konzern hat eigenen Angaben zufolge die Nullserie des kompakten Sturmgewehrs AM-17 an einen nicht näher benannten behördlichen Kunden – vermutlich handelt es sich dabei um die russischen Streitkräfte – in Russland ausgeliefert. Dies gab der Rüstungskonzern am 1. September 2025 in einer Mitteilung bekannt. Kalaschnikow hatte bereits im Oktober 2024 eine Serienfertigung für dieses Jahr angekündigt.

Bei der AM-17 handelt es sich um den im Jahr 2018 der Öffentlichkeit vorgestellten Nachfolger des AKS74U-Sturmgewehrs, das erstmals 1979 gefertigt wurde. Die kompakte AKS74U im Kaliber 5,45 x 39 mm ist, trotz der weitreichenden Einführung der AK-12 und der weiterhin parallel betriebenen AK-74M, die zweitwichtigste Handwaffe der russischen Streitkräfte. Dieses Phänomen gilt mit Einschränkungen auch für die ukrainische Armee, wobei sich dort durch die zunehmende Einführung westlicher Typen ein Wandel vollzieht.

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Der Entwurf der AM-17 basiert offenkundig auf einer sowjetischen Entwicklung in Form der Dragunow MA aus den späten 1970er Jahren: Er wurde als Gasdrucklader mit kurzem Hub ausgeführt und verfügt über ein Gehäuse aus Kunststoff. Das Sturmgewehr wurde unter anderem ergonomisch signifikant weiterentwickelt und mit modernen Ansätzen wie einer beidseitig durch den Daumen bedienbaren Sicherung und einer durchgehenden Picatinny-Schiene ausgestattet. Dadurch verfügt die AM-17 trotz ihrer kompakten Länge über eine deutlich überlegene Visierlänge gegenüber der abzulösenden AKS74U.

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Laut Mitteilung wurden im Rahmen der Truppenerprobung im Ukrainekrieg einige wenige Modifikationen vorgenommen und die AM-17 in den Status einer serienproduzierten Waffe überführt. Beobachter der russischen Handwaffenrüstung gehen davon aus, dass weiterhin Luftfahrzeugbesatzungen bevorzugt ausgestattet werden. In absehbarer Zeit könnten jedoch auch spezialisierte Kräfte wie Drohnenbediener das kompakte Gewehr erhalten. Ob und wann die AKS74U flächendeckend durch die AM-17 abgelöst wird, ist jedoch eine ganz andere Frage.

Kristóf Nagy