Future Medium Machine Gun – U.S. Army plant die Nachfolge des M240B-Maschinengewehrs

Kristóf Nagy

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Die U.S. Army plant die Nachfolge des in den 1970er Jahren eingeführten M240B-Maschinengewehrs, wie aus unlängst veröffentlichten Haushaltsdokumenten des US-Verteidigungsministeriums hervorgeht. Demnach sind für das Vorhaben mit der Bezeichnung „Future Medium Machine Gun“ (FMMG) bereits mehrere Milliarden US-Dollar veranschlagt.

Laut dem Dokument sollen durch das FMMG-Programm im Rahmen einer Entwicklung und Neubeschaffung sowohl die Wirkung als auch die Einbettung in eine moderne logistische Nutzung deutlich verbessert werden. Im Fokus des Vorhabens stehen erwartungsgemäß die abgesessen kämpfenden Kräfte der U.S. Army. Das durch das FMMG-Programm beschriebene System soll weiterhin ein Maschinengewehr mit Gurtzuführung zur Bekämpfung und dem Niederhalten von Weichzielen sein. Neben einer erhöhten Letalität wird auch eine verbesserte „Manövrierbarkeit“ eingefordert was auf eine kompakte Ausgestaltung und strengere Gewichtsanforderungen schließen lässt.

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Als Finanzrahmen sind seitens der Army aktuell 3,6 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung und Beschaffung der Waffe veranschlagt worden. Dieser Betrag umfasst Forschung und Entwicklung sowie die Vergabe eines zukünftigen Lieferauftrags an einen noch zu bestimmenden Hersteller. US-Medienberichten zufolge, welche sich auf gut informierte Kreise aus dem Pentagon berufen, ist für den Prozess ein Jahrzehnt angesetzt, was bei der Betrachtung der US-Handwaffenbeschaffungen der letzten Jahre als durchaus realistisch angesehen werden kann.

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Eine der wichtigsten Fragen bezüglich des FMMG-Programms wird sicherlich die des zu wählenden Kalibers sein. Die Kaliber-Diskussion wird von vielen Beobachtern als der Schlüssel zur geforderten Erhöhung der Wirkung im Ziel bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion angesehen – und zwar nicht nur der Waffe, sondern auch der mitzuführenden Munition. Auf der anderen Seite könnte auch durch die Weiterentwicklung des Bestandskalibers 7,62 x 51 mm unter Nutzung von Technologien wie einer Polymerhülse ebenfalls ein Beitrag zu der Lösung der Anforderungen – zumindest was die Gewichtsreduktion angeht – geleistet werden. Mit Spannung darf weiterhin erwartet werden, ob Aspekte wie die flächendeckende Drohnenabwehr in den Forderungskatalog Einzug halten werden.

Zudem bedeutet der Beginn des FMMG-Programms nicht automatisch das Ende des M240- Maschinengewehrs. So wurde Anfang Juli bekannt, dass FN America einen weiteren Auftrag über die Lieferung von dem 2010 eingeführten M240L Maschinengewehr im Wert von 4,9 Millionen US-Dollar erhalten hat. Auch wenn die Auftragssumme bescheiden anmutet, ist das M240L Herstellerangaben zufolge durch die Nutzung von Titan 18 Prozent leichter als das B Modell und adressiert damit bereits eines der relevanten Kritikpunkte. Dennoch ist davon auszugehen, dass das FMMG-Programm nach dem Vorhaben Next Generation Squad Weapon (NGSW) das nächste große Handwaffenprojekt des U.S. Heeres wird und die Verantwortlichen nicht nur eine Produktverbesserung, sondern eine vollkommen neue Plattform anstreben.

Kristóf Nagy