Fregattenbewaffnung: Dänemark beschafft weitere Naval Strike Missiles

Thomas Lauge Nielsen

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Die dänische Rüstungsbeschaffungs- und Logistikorganisation für Verteidigung (DALO) hat mit dem norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg Defence and Aerospace einen Vertrag über die Lieferung weiterer Flugkörper des Typs Naval Strike Missile im Gesamtwert von umgerechnet 38 Millionen Euro unterzeichnet. Dies geht aus einer Mitteilung von Kongsberg hervor. Die Anzahl der beschafften Flugkörper noch der Lieferzeitplan wurden nicht bekannt gegeben.

Die Auftragsvergabe erfolgte der DALO zufolge im Rahmen eines Regierungsabkommens zwischen Dänemark und Norwegen, das es DALO erlaubt, Beschaffungsvorhaben über bestehende norwegische Regierungsaufträge abzuwickeln. Ähnlich wurde auch der 2025 vergebene Vertrag über die Lieferung von Küstenabwehr-Flugkörpersystemen vergeben, die ebenfalls auf der Naval Strike Missile basieren, hartpunkt berichtete.

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Die im Rahmen des neuen Vertrags gelieferten Flugkörper werden zur Ausrüstung der Fregatten der dänischen Marine verwendet. Obwohl keine Informationen veröffentlicht wurden, dürfte es sich dabei um Schiffe der Iver-Huitfeldt-Klasse und möglicherweise auch der Absalon-Klasse handeln. Die Aufnahme der Naval Strike Missile in den Bewaffnungsmix dieser Fregatten wird deren Offensivfähigkeiten gegen See- und Küstenziele erheblich steigern. Die Naval Strike Missile dürfte dabei die seit Jahrzehnten in Nutzung befindliche RGM-84 Harpoon aus US-Fertigung ersetzen oder zumindest ergänzen.

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Bei der Naval Strike Missile (NSM) handelt es sich um einen Seezielflugkörper, der Anfang der 2010er Jahre erstmals in Dienst gestellt wurde. Laut Kongsberg kann die NSM von Schiffen, Hubschraubern, Flugzeugen und Landplattformen abgefeuert werden. Die geringe Radarsignatur soll die Erkennung erschweren und damit die Überlebensfähigkeit der Waffe erhöhen, die eine Marschgeschwindigkeit von etwa Mach 0,9 aufweisen soll. Die Zielwirkung wird durch die Detonation eines etwa 125 kg schweren Gefechtskopfes erzielt, der über ein panzerbrechendes, Splitter erzeugendes Design verfügt. Neben maritimen Zielen kann die NSM – die einschließlich ihres Boosters 407 kg wiegt – auch zum Angriff auf landgestützte Küstenziele eingesetzt werden. Ihre maximale Reichweite soll 185 km betragen; die Navigation erfolgt über ein GPS-gestütztes Trägheitsnavigationssystem mit passiver Infrarot-Endphasen-Zielsuche und einer programmierbaren Flugbahn.

Thomas Lauge Nielsen