Das Luftfahrtunternehmen GFD GmbH aus Hohn in Schleswig-Holstein hat einen 10-Jahres-Auftrag für die mittelschnelle Flugzieldarstellung von der Bundeswehr erhalten. In einer Mitteilung beziffert das Unternehmen, das zu Airbus gehört, den Wert des Vertrages auf rund 600 Millionen Euro.
Wie aus einer heute auf der Ausschreibungsplattform TED veröffentlichten Mitteilung des Bundeswehr-Beschaffungsamtes BAAINBw hervorgeht, hat die Laufzeit des Vertrages am 5. Januar begonnen und endet am 28. Dezember 2035.
Wie es auf TED heißt, dient die Mittelschnelle Flugzieldarstellung (M-FZD) mit Live-EK-Ausbildung dazu, den Ausbildungsstand der Einsatzverbände aller Teilstreitkräfte auf einem den operativen Erfordernissen angemessenen Stand zu halten. EK steht dabei für Elektronischer Kampf.
Sie unterstütze die Ausbildung und die Nachweisführung, um die zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Fähigkeiten der Waffensysteme, Wirkmittel, Selbstschutzeinrichtungen, Einsatzführung und Verfahren gegen das gesamte Zielspektrum zu optimieren.
Nach Angaben des Unternehmens hat der Geschäftsführer der GFD GmbH, Thore von Scheffer, im Beisein des Geschäftsbereichsleiters Aviation, Stefan Müller, bereits am 11. Dezember 2025 den Vertrag beim BAAINBw in Koblenz unterzeichnet.
„Dieser Vertrag sichert langfristig unseren Betrieb auf dem Flugplatz Hohn und die über 120 Arbeitsplätze in Hohn sowie Osterrönfeld. Die GFD bleibt damit in der Region ein wichtiger Arbeitgeber und Technologieentwickler in der Luftfahrt“, kommentiert von Scheffer den Abschluss des Vertrages.
Der Vertrag enthält laut GFD neben den jährlich bis zu 5.800 zu erbringenden Flugstunden sowie der entsprechenden Bereithaltung der notwendigen Organisation auch Entwicklungsaufträge und Optionen für neue Technologien, die in die Flugzeuge eingerüstet werden.
Der Geschäftsbereich Aviation des Bundeswehrdienstleisters GFD GmbH mit dem Sitz in Hohn betreibt nach eigenen Angaben seit 1989 die sogenannte Flugzieldarstellung für die Bundeswehr vom Flugplatz Hohn aus. Dafür setzt die GFD zurzeit 17 modifizierte Learjet 35A/36A ein, die mit spezialisierter Ausrüstung ausgestattet sind.
Insgesamt beschäftigt die GFD GmbH mit den Geschäftsbereichen Aviation und Simulation bei einem Jahresumsatz von ca. 75 Millionen Euro rund 300 Mitarbeiter an acht verschiedenen Standorten deutschlandweit.
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