Ein aus 21 Partnern aus zwölf europäischen Ländern bestehendes Konsortium für die Entwicklung eines europäischen Kurzstreckenflugkörpers für den Luftkampf hat bereits Ende vergangenen Jahres seine Arbeit aufgenommen. Wie das deutsche Unternehmen Diehl Defence in einer Mitteilung weiter schreibt, setzt sich das BEAST-Projektkonsortium aus großen Industrieunternehmen sowie elf innovativen kleinen und mittleren Unternehmen und drei Forschungseinrichtungen zusammen. BEAST steht für „Boosting European Advanced Missile System Technology“ und zielt auf die gemeinsame europäische Entwicklung und Beschaffung eines zukünftigen modularen Kurzstreckenflugkörpers ab, wie Diehl ausführt. Das Unternehmen habe die Rolle des Koordinators übernommen und leite das Konsortium.
Bereits im Sommer 2025 war das BEAST-Projektkonsortium als Gewinner einer Ausschreibung des European Defence Fund (EDF) für eine Konzeptstudie über fortschrittliche Luft-Luft-Flugkörper ausgewählt worden. Die Auftaktveranstaltung fand den Angaben zufolge am 25. November in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel statt. Daran beteiligt waren nicht nur die Konsortialpartner und die Projektbetreuer der Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Raumfahrt (DG DEFIS), sondern auch Vertreter der Heimatländer der BEAST-Partner sowie der Projektkoordinator des zugehörigen PESCO-Projekts „Future Short-Range Missile“ (FSRM), wie es in der Mitteilung heißt. BEAST wird vom EDF im Rahmen seines Arbeitsprogramms 2024 mit rund 35 Millionen Euro finanziert.
Es sei das Ziel von PESCO FSRM, den Weg für eine neue Generation von ITAR-freien Flugkörpern für die 2030er Jahre zu ebnen, was nun durch das Projekt BEAST umgesetzt werde, schreibt Diehl. Das Ziel des EDF-Projekts sei es, die Grundlage für die gemeinsame europäische Entwicklung und Beschaffung eines zukünftigen modularen Kurzstreckenflugkörpers zu schaffen.
Modularität werde als eine der wichtigsten Anforderungen für die kommenden Jahre angesehen, um schnell und kosteneffizient eine neue Flugkörper-Familie für Luft-Luft-, Luft-Boden- und bodengebundene Luftverteidigungsanwendungen zu entwickeln.
Nach Angaben von Diehl gliedert sich BEAST in drei Projektphasen. Die erste wird demnach das künftige Luftkampfumfeld analysieren und kritische Anforderungen unter Einbeziehung von Experten aus den europäischen Mitgliedsstaaten erfassen.
Im zweiten Schritt werden relevante Schlüsseltechnologien vorbereitet, um Leistungsverbesserungen und neue Fähigkeiten zu ermöglichen. In der dritten Phase soll BEAST modulare Flugkörperkonzepte erstellen, sie anhand der Anforderungen bewerten und eine Vorauswahl der Konzepte treffen, um einen belastbaren Plan für ein Entwicklungsprogramm zu erstellen.
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