Bundesnachrichtendienst sieht deutlich höhere russische Militärausgaben

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Nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) gibt Russland deutlich größere Summen für den Krieg in der Ukraine und das Militär aus, als offiziell ausgewiesen wird. Wie der deutsch Auslandsgeheimdienst jüngst auf seiner Homepage schreibt, hat Russland seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 seinen Verteidigungshaushalt jedes Jahr stark erhöht. Darüber hinaus weiche die russische Auslegung von „Verteidigungsausgaben“ stark von der Definition der NATO ab. So zeige eine umfangreiche BND-Analyse von Haushaltsdaten, dass der russische Wehretat in den vergangenen Jahren bis zu 66 Prozent größer war als dargestellt.

Laut BND betreffen die nicht berücksichtigten Ausgaben unter anderem Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte. „Die militärischen Ausgaben entsprachen 2025 somit rund der Hälfte des Gesamtbudgets und ca. 10 Prozent der russischen Wirtschaftsleistung“, schreibt der BND.

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Nach Schätzungen des Nachrichtdienstes gab Russland im Jahr 2021 noch knapp 80 Milliarden Euro für das Militär aus, wobei neben offenenen und geheimen Ausgaben auch solche nach NATO-Definition gezählt werden. Auf die letztere Kategorie entfallen beachtliche 36 Milliarden Euro. Nach einem starken Anstieg in den Jahren 2022 und 2023 betrugen die kumulierten Militärausgaben Russlands im Jahr 2024 dann bereits rund 200 Milliarden Euro. Für das vergangene Jahr schätzt der BND auf Basis von Hochrechnungen einen Ausgabenwert von etwas über 240 Milliarden Euro.

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Der deutsche Geheimdienst geht davon aus, dass diese Mittel nicht nur für den Krieg gegen die Ukraine verwendet werden, sondern auch für den zusätzlichen Auf- und Ausbau von militärischen Kapazitäten – insbesondere in der Nähe zur NATO-Ostflanke. Nach Einschätzung des BND spiegeln die Zahlen eine konkret wachsende Bedrohung Europas durch Russland wider.
lah