Der europäische Rüstungskonzern General Dynamics European Land Systems (GDELS) kündigt umfassende Investitionen in seine Standorte Kaiserslautern und Sembach an, um die Produktions- und Wartungskapazitäten für militärische Brückensysteme dort auszubauen. Zentraler Bestandteil ist dabei offenbar der Ausbau einer ehemaligen Opel-Produktionshalle.
Wie das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung schreibt, sollen allein im kommenden Jahr 20 Millionen Euro in die beiden rheinland-pfälzischen Standorte investiert werden. Bis 2029 sollen zudem rund 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Aktuell werden bei GDELS–Bridge Systems rund 550 Mitarbeiter beschäftigt.
„Wir bekennen uns klar zur Region und investieren gezielt in Infrastruktur, Fertigungskapazitäten und in die Schaffung flächentarifgebundener, unbefristeter, qualifizierter Arbeitsplätze. Durch die Einbindung der lokalen und regionalen Zulieferindustrie und Dienstleister generieren wir eine hohe Wertschöpfung für Rheinland-Pfalz“, wird Christian Kauth, Geschäftsführer von GDELS–Bridge Systems und GDELS–Deutschland, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Investitionsentscheidung für den Standort darf jedoch nicht davon ablenken, dass die Politik weiter verpflichtet ist, die Standortbedingungen für die Industrie in Deutschland schnellstmöglich zu verbessern“, führt Kauth weiter aus.
Nach Angaben von GDELS stellt der Ausbau der Produktionshalle K16 auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern dabei ein zentrales Projekt dar. Auf über 10.000 Quadratmetern Hallenfläche entsteht eine Fertigungsstätte unter anderem für Schwimmbrücken. Parallel wird GDELS zufolge am Hauptsitz in Kaiserslautern die Produktionskapazität für das Amphibienfahrzeug M3 verdoppelt.
Wie das Unternehmen weiter schreibt, hat sich die M3 als amphibischer Brückenstandard innerhalb der NATO etabliert. Das System wurde kürzlich von Schweden, Dänemark und Lettland geordert. Weitere Beschaffungen stehen offenbar in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Norwegen kurz vor der Entscheidung. „Bereits heute stammen 90% der Schwimmbrücken-Kapazitäten der NATO aus Kaiserslautern“, heißt es in der heutigen GDELS-Mitteilung.
Waldemar Geiger

















